ZAK.Zukunftsdiplom

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Leipziger Zukunftsdiplom

Die Idee

Die Zukunftsakademie hat in Zusammenarbeit mit dem Ferienpass (FP) der Stadt Leipzig in den Sommerferien 2018 zum ersten Mal ein Leipziger Zukunftsdiplom organisiert, um Kinder und Jugendliche für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und einzuladen, sich mit unterschiedlichen Themen nachhaltiger Entwicklung (BNE) auseinanderzusetzen. Die Themenbereiche orientierten sich an Leitideen der Nachhaltigkeit wie Natur entdecken, globale Nachhaltigkeit, nachhaltige Ernährung, Nachhaltigkeit und Technik, nachhaltig Wirtschaften oder auch direkt an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten sowie der Kultur des Zusammenlebens. Vorbild für die Idee ist das Trierer Zukunftsdiplom.

Wir konnten dabei die bewährten Strukturen des Ferienpasses nutzen, um das Angebot bekannt zu machen. Das Programm war aber auch für Anbieter offen, die nicht im Ferienpass gelistet sind. Unsere Projektpartner im Bereich MINT und BNE haben geeignete Angebote benann, die gemeinsam beworben wurden, um so zur Teilnahme an mehreren unterschiedlichen Aktionen oder Veranstaltungen anzuregen. 15 Akteure beteiligten sich mit 52 Veranstaltungen an dieser ersten Auflage des Leipziger Zukunftsdiploms.

Zum Ende des Veranstaltungszeitraumes wurde in einer Abschlussveranstaltung am 26.08.18 im Heizhaus Grünau allen Teilnehmer/innen, die wenigstens drei der gelisteten Veranstaltungen besucht haben, das Zukunftsdiplom in einer inspirierenden Atmosphäre überreicht. Besonders eifrige Teilnehmer erhielten attraktive Preise, etwa einen geführten Zoobesuch mit Blick hinter die Kulissen oder eine Besuch bei den Leipziger Affenforschern am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie.

Wir wollen diese Idee zu einer Tradition in der MINT- und BNE-Region Leipzig weiterentwickeln und starten - nach einer Verschnauf- und Reflexionspause - deshalb eine zweite Runde des Zukunftsdiploms in der zweiten Hälfte des Schuljahrs 2018/19. Der Start ist nach den Winterferien 2019, eine Besprechung mit interessierten Akteuren (nicht nur Vereinsmitgliedern) finden am 6.3. ab 18 Uhr während der ZAK-Mitgliederversammlung statt.

Allgemeines

Das Zukunftsdiplom 2019 verbindet verschiedene Veranstaltungen und Aktionen,

  • die sich mit Zukunftsthemen (BNE, MINT, Digital Skills) beschäftigen sowie
  • als Bildungsangebot in unserer Nachhaltigkeitsdatenbank (NL) eingetragen, für das Zukunftsdiplom markiert und bis zu drei Themenbereichen zugeordnet sind.

Kinder und Jugendliche sollen auf diesem Weg eingeladen werden, sich mehrfach mit unterschiedlichen Themen nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen. Dafür erhalten sie ein „Diplom“. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 7-12 Jahren.

Weitere Einzelheiten, wie am 06.03.2019 besprochen:

  • Die Veranstaltungen werden von den Anbietern selbstständig organisiert und durchgeführt, es steht kein zusätzliches Budget für die Durchführung von Veranstaltungen zur Verfügung.
  • Einem Bildungsangebot können mehrere Events aus dem NL-Veranstaltungskalender zugeordnet werden, was aktuell über die Redaktionsgruppe des Zukunftsdiploms (Mail bitte an Matthias Schirmer) kommuniziert werden muss, da dies in der Digitalplattform aktuell noch nicht darstellbar ist.
  • Teilnehmer haben einen Zukunftspass, in dem die Teilnahme an Angeboten durch den Veranstalter im entsprechenden Themenbereich bestätigt wird. Einen Zukunftspass kann man bei jedem der beteiligten Veranstalter bekommen.
  • Der Zukunftspass ist am Ende der aktuellen Periode an die Zukunftsakademie einzuschicken und bildet die Grundlage für die Einladung zur Abschlussveranstaltung und zur Verleihung des Zukunftsdiploms sowie die Vergabe von Preisen für die aktivsten Zukunftsforscher.

Anschreiben der Organisatoren vom 15.02.2019

Beim Zukunftsdiplom können sich Kinder und Jugendliche an unterschiedlichen Bildungsveranstaltungen und -aktionen zum Thema Nachhaltigkeit beteiligen und dafür am Ende eine Auszeichnung bekommen. Das hat ganz nebenbei den Effekt, dass die entsprechenden Angebote (also auch die eigenen) noch viel breiter als bisher kommuniziert werden.

Dazu müssten alle, die entsprechende Bildungsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche in Leipzig durchführen, dabei direkt auf weitere Akteure und Veranstaltungen hinweisen, so dass die Kinder dadurch an mehreren Angeboten teilnehmen. Im vergangenen Jahr hatte die Zukunftsakademie das mit einem übergreifenden Programmflyer für die Sommerferien organisiert, in diesem Jahr möchten wir die Reihe bereits im zweiten Schulhalbjahr beginnen und bis zum Ende der Sommerferien führen.

Wer mit welchen Angeboten dabei sein will und kann und wie wir alles organisieren, besprechen wir zum Vereinstreffen der Zukunftsakademie am 6.3. um 18 Uhr, zu dem ich hiermit bereits herzlich einlade.

Ergebnisse für die Sommerferien 2018

  • Es wurden 52 Veranstaltungen von 15 Akteuren angeboten.
    • Von 20 der Veranstaltungen von 9 Akteuren wurden Teilnehmerlisten eingereicht.
  • Als Teilnehmer der Veranstaltungen wurden 271 Kinder und Jugendliche registriert, davon 235 über den Ferienpass, 36 über die Zukunftsakademie.
  • Es wurden 340 Veranstaltungsbesuche registriert
  • Es wurden 18 Zukunftsdiplome vergeben (angegeben ist jeweils die Ferienpassnummer oder die ZAK-Nummer des Teilnehmers):
    • 7 Veranstaltungen: F.07.664
    • 6 Veranstaltungen: F.05.532, F.07.665
    • 4 Veranstaltungen: Z.jua6Oh, F.21.999, F.20.148, Z.thae5V, Z.Yai1fa
    • 3 Veranstaltungen: F.08.399, F.07.455, F.13.703, F.13.696, F.24.245, F.08.216, F.02.678, F.11.704, F.21.987, Z.tahk6W
  • Auf einer eigens dafür eingerichteten Website waren die Ergebnisse im Detail veröffentlicht. Wie in der Datenschutzordnung der Zukunftsakademie festgelegt, wurden diese Daten Ende Oktober 2018 gelöscht.

FAQ

Aus den bisherigen Angeboten ergaben sich eine Reihe konkreter Fragen:

  • Was machen wir mit Partnern, die (nur) Veranstaltungen für Gruppen anbieten?
    • In Gruppenveranstaltungen wird die Teilnahme als Einzelteilnahme erfasst.
  • Was machen wir mit Angeboten jenseits einer zu besprechenden preislichen Grenze?
    • Dies ist kein Kriterium für die Veranstaltungsauswahl.
  • Wie gehen wir mit den verschiedenen Altersgruppen um?
    • Es gibt keine Einschränkung, jedoch wird für jede Veranstaltung die Zielgruppe genau benannt.
    • Das Zukunftsdiplom 2019 richtet sich primär an die Altersgruppe 8-12 Jahre.
  • Neben Einzelveranstaltungen freier Träger gibt es auch Wochenkurse (Erfinderkinder) und kommerzielle Angebote. Wie gehen wir damit um?
    • Ziel ist die Teilnahme an Veranstaltungen in mehreren Themenbereichen. Für das Zukunftsdiplom müssen drei Themengebiete im Zukunftspass nachgewiesen werden.
  • Welche Qualitätsansprüche stellen wir? Wie sichern wir das Qualitätsniveau der Angebote?
    • Wir gehen davon aus, dass die Veranstalter selbst die Gewähr für ein inhaltlich ansprechendes Programm bieten. Wenigstens in der aktuellen Ausbaustufe kann eine zusätzliche Qualitätssicherung nicht aufgebaut werden. In einer Feedback-Runde nach Abschluss des aktuellen Durchgangs soll diese Frage aber noch einmal aufgenommen werden.

Weitere Diskussion

  • Zu begrüßen wäre eine Onlinemaske zur Eingabe und Anrechnung der Veranstaltungen – hier müssen auch etwaige Datenschutzprobleme mitgedacht werden.
  • Mit Blick auf Bewerbungen nach der Schule kann ein verbrieftes Zukunftsdiplom eine gute Referenz darstellen.
  • Anreize für Schüler der Oberstufe liegen anders als jene der Unterstufe, die den Ferienpass eher über Spaß definieren.
  • Das Vorhaben wurde am 30.01.2018 im MINT-Netzwerk kontrovers diskutiert, auch, ob man das schon als "Zukunftsdiplom" verkaufen solle. Generell sehen auch die Organisatoren das Ganze allein als Einstieg in die Thematik, die mit den aktuell verfügbaren Ressourcen überhaupt machbar ist. Langfristige Zielgruppe eines Zukunftsdiploms sollten Jugendliche im Alter ab 14 Jahren sein, der Ferienpass ist strukturell auf Kinder im Alter von 7-12 Jahren ausgerichtet. Ein Vergleich mit dem Zukunftsdiplom in Trier zeigte aber, dass auch dort Kinder im Alter von 6-12 Jahren angesprochen werden, wie auch von der Kinderuni Leipzig. Ein Zertifikat als Zielgröße wurde als kontraproduktiv angesehen, da es inzwischen eine Zertifikatsschwemme gebe. Dies wurde auch schon auf dem ZAK-Projekttreffen am 19.10.2018 thematisiert und dort vorgeschlagen, stattdessen nach attraktiven Preisen Ausschau zu halten wie etwa exklusive Führungen durch Leipziger Wissenschaftseinrichtungen.