JAGG L.TESER

Aus LeipzigWiki
Zur Navigation springenZur Suche springen

1. Einführung

Liebe(r)... Mit meinem Projekt geht es sowohl geistig, als auch körperlich voran. Habe mir schon den ersten Muskelkater beim Bäume- und Büscheverschneiden zugezogen. Als Projektnamen und Anschrift habe ich z.Z. " JAGG L. TESER", Goetheweg 2, 04316 Leipzig oder 0341/8781894, fax 0341/8621542, mail: jagglteser@gmx.net. Der Phantasiename steht für juristo-amatoro-gardenisto-gaston-leipzig-tetra-eder-stumpf-experiment-raum. Die Beschreibung des Grundstückkörpers leitet sich aus dem Ausschnitt der Erdkugel ab, da nicht nur die Fläche sondern der Raum daraus nutzbar ist. Somit tetraederstumpfräumig. Teser heißt übrigens im dänischen " Thesen"- finde ich passend für meine unbewiesenen Behauptungen. Juristo=Jurist in Esperanto; so auch amatoro= Kunstfreund und gardenisto=Gärtner. Gaston ist ein alter französischer Vorname und Leipzig ganz klar der Ort auf den sich das Projekt bezieht. Es könnte ein Kunstprojekt sein...

Dazu gehören noch zwei weitere Grundstücke- alle dreieckig in der Grundfläche. Mit den drei Grundstücken kommt ein " Lebensgartenkonzept" zum Ausdruck. Ein Grundstück wird verpachtet, eins von einem Biobauern bewirtschaftet. Dort komme ich für die Ernte der Äpfel, Birnen und Quitten immer zu spät. Das Grundstück in Stünz wird im Idealfall als Netzwerk mit anderen Bedüftigen gestaltet und als Selbstversorgungsbestandteil gepflegt. Ein Wohnen ist noch nicht möglich, jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Bin gespannt, ob Du auch zum Bedürftigen wirst und Dich von meiner Ouvertüre geistig und körperlich anregen läßt... Habe schon überlegt, es zur multipersonellen Webgestaltung ins Netz zu stellen...(?). War diesbezüglich zwiespältig, da eigentlich die Gestaltung in Stünz ohne Maschinen erfolgen sollte- nur mit Werkzeugen, die nicht motorbetrieben sind - also allein mit menschlicher, tierischer, lichter und pflanzlicher Kraft. Zumindest solange dort nicht selbst Energie erzeugt wird. Nachhaltig natürlich eben. Nunja aber in diesem Sinne stellt sich auch die Wasserversorgung schon als Problem dar, da das Grundstück dahingehend erschlossen ist. Reizvoll fände ich, nur das zu verwenden, was dem Raum entspringt- als Gegentendenz zur Globalisierung- als Symbol für originäre Regionalität.

Habe das Projekt schon in der Ausstellung "Was liegt brach?" mit einer Darstellung beworben - mit beiliegender Beschreibung: brach liegt ein straßengebundener trinkwassererschlossener Gartenkörper und/oder Kulturtetraeder in Leipzig-Stünz...von ca. 150Tm³ mit Luft, Lehm, Humus, einer abrißwürdigen und zwei sanierbaren Baulichkeiten, 48 Kartoffel-, x-Estragon-, weiteren Hecken-, Nuß-, Obst-, Blumen- und Beikrautpflanzen und An- und genehmigungsfreien Ausbaumöglichkeiten, günstigens für die Selbstversorgung Mehrerer mit natürlichem Einfriedungsbedarf und Experimentierfreude ( Davon gibt es ein schönes Foto - hat Julia für mich geblitzt und auf meinem Rechner installiert. Bei Interesse kann es verschickt werden). Ggw. läuft bei der Bundesstiftung Umwelt im Rahmen der Initiative "Mensch und Natur" und dem SMUL ein Antrag auf finanzielle Förderung des Projektes...Es ist also spannend... Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man beginnt einen Garten anzulegen. (chin. Sprichwort)

JAGG L. TESER


2. Welche konkreten Absichten sind z.Z. ins Auge gefaßt?

2.1. Mit einer Naturhecke aus ortstypischen Gehölzen soll die Fläche eingefriedet werden.

2.2. danach könnte die ruinöse Gartenlaube mit einer Fläche von ca. 45qm für den Aufenthalt in Holzständerbauweise mit Strohballenausfachung und Lehmputz, in nachhaltiger Bauweise also, unter weitgehender Verwendung von natürlichen Baustoffen mit Komposttoiletten, Photovoltaikanlage, Pflanzenkläranlage , eigenem Brunnen, Windenergieerzeugung, Erdkeller, als autarkes Objekt neben

2.3.dem biologisch- organischen Selbstversorgergarten auch für eine Vereinsküche, für psychiatrisch erfahrene Menschen betrieben, saniert werden.

2.4. Zur Verbindung mit Gartenkunst könnte die Kultivierung von alten ortstypischen Kräutern, Obst und Gemüsesorten beitragen und Umwelt- und Erkrankungsedukation für Jugendliche und Erwachsene durch Kurse und Symposien stattfinden.

2.5. Auch eine Skulpturengartengalerie als Objekt darstellender Kunst ist erwägbar.

2.6. Hier zeigt sich eine alte/neue Kunstform, der der art- tension. Getreu der Lebensweisheit: Es ist die Kunst, die Spannung auszuhalten. Und der Überzeugtheit: Jeder ist schon daher ein Künstler mit "universell denken und regional handeln".

2.7. Es wurde die Idee ein Labyrinth anzulegen geboren.

2.8. Es ist beabsichtigt im Rahmen der LOS-Förderung Antrag auf Teilfinanzierung für 2010 bei der SAB zu stellen. Pfiffige Projektentwickler dafür gesucht! Tel.: 0341/8781894

3. Termine

a) Oktober/November 2009 Pflanzaktion als Gemeinschaftwerk der Initiativen Durchblick e.V., Ökolöwe e.V. ( genauer Termin wird noch bekanntgegeben- weitere Beteiligungen erwünscht);

DIE DBU HAT DAS PROJEKT FÜR FÖRDERWÜRDIG ANERKANNT UND STELLT 2T€ ZUR VERFÜGUNG.

DAS LFULG HAT DEM PROJEKT 5T€ IN AUSSICHT GESTELLT, WOMIT DIE FLÄCHE KULTIVIERT WERDEN SOLL.

DIE BAUMSCHULE FRANK AUS MAKRANSTÄDT SPENDETE 70 € FÜR UNSER GARTENPROJEKT-HERZLICHEN DANK!

Träger des Projektes in Stünz ist z.Z. die Interessengemeinschaft Psychiatriebetroffener "Durchblick" e.V.

Am 28.11.09, ab 9:00 Uhr am "Kauf-nix-Tag" findet auf der Fläche eine Pflanzaktion "Vogelschutzhecke" von ca 350 Pflanzen, gespendet von der OEWA- Wasser und Abwasser GmbH, statt, welche in eine Ackerfurche gepflanzt, die Wurzeln mit Erde bedeckt und angegossen werden sollen. Die Pflanzung soll mit Holzpflöcken und Absperrband gesichert werden. Tatkräftige Helfer werden gebeten, sich vorher telefonisch unter obiger Nummer zu melden und nach Möglichkeit Spaten, Rechen, Gießkanne und/oder mittelschweren Hammer mitzubringen. Arbeitshandschuhe nicht vergessen!

Januar/Februar 2010 an einem noch zu vereinbarenden konkreten Termin wird ein Schuppen von ca. 60 m³ abgerissen und eine Komposttoilette reaktiviert. Helfer/Interessenten melden sich bitte deswegen bei mir. Aufwandsentschädigung kann gezahlt werden. Geplante Dauer 1 Tag ( möglichst Sbd.). Werkzeug wird vorhanden sein. Ergänzungen gern. Arbeitshandschuhe bitte mitbringen oder Bedarf anmelden. Tel.: 0341/8781894


4. Links

http://eine-andre-welt-ist-pflanzbar.urbanacker.net

Erste näherungsweise Lokalisierung ;-)

5. Anmerkungen( hier besteht die Möglichkeit, das Projekt fortzuentwickeln)

Am 4.4.09 gg. 15:00 Uhr findet ein Treffen auf dem Grundstück statt, an welchem die nächsten Aktivitäten besprochen werden sollen; bisher kommen in Frage: Bestellung einer Teilfläche von ca. 3Tqm mit Kartoffeln, Sonnenblumen und/oder Bantam-Mais; Anlegen eines Brunnens; Reaktivierung der Komposttoilette der Laube, etc.. Interessenten sind willkommen!

Im Ergebnis des Treffens an welchem leider lediglich 3 Personen teilnahmen wurde entscheiden, bis zum Herbst für die notwendigen Projekte Material zu sammeln, um daraus das Konzept fortzuentwickeln. Es ist beabsichtigt in Verbindung mit der Pflanzaktion die Fläche zu mulchen und für eine noch nicht festgelegte Frucht vorzubereiten( da der Absatz bzw. die Einlagerung von ca. 10t Kartoffeln als schwer erscheint, werden ggw. Sonnenblumen, Gladiolen, Leguminosen, Klee oder Bantam-Mais favorisiert. Sonnenblumen und Mais allerdings Bodenzehrer).

Am 12./13.11.09 tuckerte ein Traktor über die Fläche und mulchte und ackerte.

Heute am 29.11.09 wundere ich mich, nicht vom Muskelkater geplagt zu sein. Punkt 9:00 Uhr lieferte gestern die Baumschule Frank ca. 400 Pflanzen für 170 m Vogelschutzhecke. Dank weiterer 11 HelferInnen, selbst aus Wurzen und Schkeuditz und zwei Filmlustigen vom Spender, der OEWA. sind diese dann in den Boden gebracht, gewässert, verschnitten, ein zweiter Totholzhaufen angelegt und ein paar Fotos geknipst worden. Die leibliche Versorgung verdanken wir Sabine, die nicht nur den Pflanzplan und die Verteilung der verschiedenen Pflanzen beherrschte, sondern auch noch für alle Borschtsch, Knoblauchcreme, Brot aus dem eigenen Backofen, Joghurt mit selbstgemachten Brombeerkompott und Getränken, alles in Bio-Qualität, nicht nur für Vegetarier angeboten hat. Danken möchte ich auch dem Vorstand des KGV Volkshain-Stünz e.V., der uns seine Vereinslaube als Kantine und das Brunnenwasser zur Verfügung stellte. Jetzt hoffe ich nochmal auf Petrus, der für das nötige Nass sorgen könnte...- auch um sich nochmaliges Gießen zu ersparen. Begründet, da das Wetter zum Pflanzen besser nicht hätte sein können.

Die Absicht, den Raum ohne Maschinen zu gestalten ist wohl nicht, sondern nur mit einem Darlehn aus der Natur möglich. Den Preis dafür bestimmt die Zeit. Schaffen wir es oder gehen wir in ihnen in den Bankrott?


siehe auch