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	<title>WAK.MB-Debatte.7-08-MM - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-04T13:30:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in LeipzigWiki</subtitle>
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		<id>http://www.leipzig-netz.de/index.php?title=WAK.MB-Debatte.7-08-MM&amp;diff=8066&amp;oldid=prev</id>
		<title>HGG: Die Seite wurde neu angelegt: Home Hauptseite / WAK / WAK.AG-Diskurs / WAK.MB-Debatte  Beitrag aus dem [http://www.die-linke-in-leipzig.de/index.php?seite=mitteilungsblatt Mitteilung...</title>
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		<updated>2008-07-15T10:45:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: Home &lt;a href=&quot;/index.php/Hauptseite&quot; title=&quot;Hauptseite&quot;&gt;Hauptseite&lt;/a&gt; / &lt;a href=&quot;/index.php/WAK&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;WAK&quot;&gt;WAK&lt;/a&gt; / &lt;a href=&quot;/index.php/WAK.AG-Diskurs&quot; title=&quot;WAK.AG-Diskurs&quot;&gt;WAK.AG-Diskurs&lt;/a&gt; / &lt;a href=&quot;/index.php/WAK.MB-Debatte&quot; title=&quot;WAK.MB-Debatte&quot;&gt;WAK.MB-Debatte&lt;/a&gt;  Beitrag aus dem [http://www.die-linke-in-leipzig.de/index.php?seite=mitteilungsblatt Mitteilung...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Home [[Hauptseite]] / [[WAK]] / [[WAK.AG-Diskurs]] / [[WAK.MB-Debatte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beitrag aus dem [http://www.die-linke-in-leipzig.de/index.php?seite=mitteilungsblatt Mitteilungsblatt] 7+8-2008 des Stadtverbands der Linkspartei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Sozialratschlag für Leipzig – für einen Wandel in der Sozialpolitik'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
                                             &lt;br /&gt;
Armut ist in diesem Land schon lange keine Unbekannte mehr. Die von der&lt;br /&gt;
Regierung Schröder/Fischer im Rahmen der „Agenda 2010“ eingeführten&lt;br /&gt;
Hartz-Gesetze haben die Verarmung allerdings massiv vorangetrieben. Das müsste&lt;br /&gt;
selbst nun auch die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD zugeben, die ihr Werk&lt;br /&gt;
fortsetzt. Dem jüngsten Armutsbericht des Bundessozialministers Scholz (SPD)&lt;br /&gt;
zufolge ist „jeder achte Deutsche von Armut bedroht, die Schere zwischen Arm&lt;br /&gt;
und Reich hat sich weiter geöffnet“ (FAZ 20.05.2008). Besonders hoch sei die&lt;br /&gt;
„Armutsrisikoquote“ bei Langzeitarbeitslosen (43%) und Alleinerziehenden mit&lt;br /&gt;
Kindern (48%). Nach der international üblichen Definition gilt als arm, wer&lt;br /&gt;
weniger als 60% des mittleren Einkommens bezieht.  Bei Alleinstehenden sind&lt;br /&gt;
das (laut Bundesregierung!) derzeit 781 Euro netto.  Leipzig gilt jetzt schon&lt;br /&gt;
sei langem als sächsische Armutshauptstadt des Freistaates. Neben nahezu&lt;br /&gt;
100.000 ALG-II–Empfängern, welche in Bedarfsgemeinschaften leben, kommen noch&lt;br /&gt;
Berufstätige hinzu, bei denen der mickrige Lohn nicht zum Leben ausreicht -&lt;br /&gt;
die sog. „Working Poor“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablehnung eines Mindestlohns durch die Arbeitgeber ist nach&lt;br /&gt;
kapitalistischer Logik nachvollziehbar. Je geringer der Lohn, umso höher der&lt;br /&gt;
Profit sog.  „Arbeitgeber“. „In diesen Tagen schütten die 30 im wichtigsten&lt;br /&gt;
deutschen Aktienindex enthaltenen Gesellschaften insgesamt 27,2 Milliarden&lt;br /&gt;
Euro aus“, verkündete die FAZ vom 26.04.2008 zufrieden. Genug Geld für höhere&lt;br /&gt;
Löhne und Sozialleistungen sind also vorhanden. Es muss nur umverteilt werden.&lt;br /&gt;
Notwendig sind deshalb ein Mindestlohn von mindestens 10 Euro die Stunde&lt;br /&gt;
inklusive eines kontinuierlichen Inflationsausgleichs.  Zugleich müssen die&lt;br /&gt;
Hartz-Gesetze abgeschafft und der Regelsatz für Erwerbslose auf mindestens 500&lt;br /&gt;
Euro (plus Miete) angehoben werden.&lt;br /&gt;
                                            &lt;br /&gt;
===Warum muss ein Sozialratschlag stattfinden?===&lt;br /&gt;
                  &lt;br /&gt;
Wirklich Druck machen ließe sich durch eine Verbindung der laufenden&lt;br /&gt;
Tarifrunden im Einzelhandel, im Wachgewerbe etc. mit dem Widerstand der&lt;br /&gt;
Erwerbslosen gegen den täglichen Hartz-IV-Terror. Über LIDL hinaus müssen&lt;br /&gt;
dabei Unternehmen, die Lohn- und Sozialdumping betreiben, öffentlich&lt;br /&gt;
angeprangert und Protestaktionen organisiert werden. Dazu zählen&lt;br /&gt;
selbstverständlich auch und gerade die Profiteure der Ein-Euro-Job-Wirtschaft&lt;br /&gt;
wie AWO, Caritas, Rotes Kreuz, Diakonie etc. Um wirklich etwas zu erreichen,&lt;br /&gt;
sind Erzwingungsstreiks und Aktionen zivilen Ungehorsams unumgänglich. Um&lt;br /&gt;
nicht nur Zeit mit Unterschriftensammlungen zu investieren, sollten gemeinsame&lt;br /&gt;
zentrale Demonstrationen von Billiglöhnern und Erwerbslosen das Ziel sein,&lt;br /&gt;
denn Sozialpartnerschaft mit der Arbeitgeberseite bringt den arbeitenden&lt;br /&gt;
Menschen keinen Lohn, von dem man tatsächlich leben kann. Der Öffentlichkeit&lt;br /&gt;
muss klar gemacht werden, dass Armut keine individuelle Unzulänglichkeit ist,&lt;br /&gt;
sondern ein gesellschaftliches Verhältnis und politischer&lt;br /&gt;
Verantwortungslosigkeit. Es ist auch kein Problem kollektiver&lt;br /&gt;
„Überflüssigkeit“ sozialer Gruppen. Armut ist ein gesellschaftliches&lt;br /&gt;
Verhältnis und ist systembedingt. Die aktuellen Armutsprozesse werden durch&lt;br /&gt;
neoliberale Globalisierung geformt und zugespitzt.&lt;br /&gt;
                                          &lt;br /&gt;
'''Der Sozialratschlag muss aufzeigen was Sozialpolitik erbringen muss:'''&lt;br /&gt;
Eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums ist die&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die im Grundgesetz verbriefte Teilnahme Aller am&lt;br /&gt;
gesellschaftlichen Leben. Die Forderungen der Betroffenen gilt es&lt;br /&gt;
öffentlichkeitswirksam zu artikulieren und einen Forderungsdruck zu erzwingen.&lt;br /&gt;
Für die LINKE darf es keine Sozialpolitik nach Kassenlage sowie keine&lt;br /&gt;
vorauseilende Genügsamkeit in sozialen Fragen geben. Resultierende&lt;br /&gt;
Erstforderungen für die Betroffenen müssen sein:&lt;br /&gt;
* Senkung und Erstattung von Strom- und Energiepreisen,&lt;br /&gt;
* kostenlose KITA/KK-Plätze,              &lt;br /&gt;
* kostenloser Zugang zur Bildung/Ausbildung, &lt;br /&gt;
* Sicherung/Bedarfssicherung von SchülerInnen, Studierenden, Auszubildenden,&lt;br /&gt;
* Beihilfen zu verschiedenen selbstverständlichen und besonderen Lebenslagen, die für Hartz IV-Empfänger nicht mehr finanzierbar sind Feiertage, Jubiläen, Geburt, Todesfälle, etc.)&lt;br /&gt;
* Eindeutige Position gegen Hartz IV und Agenda 2010&lt;br /&gt;
* Demokratisierung wirtschaftspolitischer Prozesse&lt;br /&gt;
* Bildung, gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse, Kosten der Schülerbeförderung,&lt;br /&gt;
* kostenloses Mittagessen, Lehr- und Lernmittelfreiheit&lt;br /&gt;
* Erhöhung der Regelsätze auf 500 Euro&lt;br /&gt;
* Eigenständiger Regelsatz für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* Keine Privatisierung von Bildung, Bild der Schule 2010&lt;br /&gt;
* Anrechnungsfreie Grundsicherung der Kinder,&lt;br /&gt;
* Gegen Ausgrenzung von Hartz IV Empfängern („man hetzt die, die wenig haben auf die, die gar nichts haben“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde geht es manchen Linken darum, mangelnde Radikalität des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns zu bemänteln und durch angebliche Sachzwänge zu entschuldigen. (Frage&lt;br /&gt;
der Finanzierbarkeit) Es sind aber (neue) altbekannte Formen der Radikalität&lt;br /&gt;
auf unserer Seite notwendig, angesichts von Demokratieabbau, sozialer&lt;br /&gt;
Unsicherheit und Grundrechtseinschränkungen.  In der heutigen&lt;br /&gt;
gesellschaftlichen Situation auf die eventuelle Abschaffung der Hartz-Gesetze&lt;br /&gt;
zu warten und die politische Praxis am Medienecho und an den zustimmenden&lt;br /&gt;
Reaktionen der anderen Parlamentsfraktionen ausrichten zu wollen, ist&lt;br /&gt;
irrational oder Massenbetrug. Die Verhinderung der menschlichen Verelendung&lt;br /&gt;
ist vordringliche Aufgabe. Das muss mit allen Mitteln (auch ungewohnten und&lt;br /&gt;
noch nicht erprobten) angegangen werden. Dazu gehören insbesondere&lt;br /&gt;
außerparlamentarische Initiativen sowie die Ausschöpfung aller&lt;br /&gt;
parlamentarischen Instrumente auf mutige Weise. Es ist notwendig, über die&lt;br /&gt;
Beschreibung von Armut hinaus aus den gewonnenen Erkenntnissen eine Strategie&lt;br /&gt;
der politischen Veränderungen für benachteilige Bevölkerungsgruppen zu&lt;br /&gt;
entwickeln.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian Meurer&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HGG</name></author>
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