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	<title>Benutzer:HGG.Blog.2009-07-04 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-05T19:36:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in LeipzigWiki</subtitle>
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		<title>HGG: Die Seite wurde neu angelegt: Ekkehard Lieberam, Die dritte Große Depression, Reihe spotless, Nr. 217, erscheint im Verlag edition ost, Berlin 2009, 96 Seiten, 5,95 Euro.  ----  Dritte Große Depre...</title>
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		<updated>2009-07-04T09:20:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: Ekkehard Lieberam, Die dritte Große Depression, Reihe spotless, Nr. 217, erscheint im Verlag edition ost, Berlin 2009, 96 Seiten, 5,95 Euro.  ----  Dritte Große Depre...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ekkehard Lieberam, Die dritte Große Depression, Reihe spotless, Nr. 217,&lt;br /&gt;
erscheint im Verlag edition ost, Berlin 2009, 96 Seiten, 5,95 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dritte Große Depression&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenaue Krisenprognosen sind auch für die marxistische politische&lt;br /&gt;
Ökonomie eine schwierige Sache. Es ist aber unbestreitbar, wie es Abendroth&lt;br /&gt;
einmal formulierte, dass die Unvermeidlichkeit des Umschlags der Konjunktur&lt;br /&gt;
in eine neue internationale Krise,  die den gesamten Bereich der&lt;br /&gt;
kapitalistischen Produktionsverhältnisse erfasst, nur von der marxistischen&lt;br /&gt;
Forschung prognostiziert und vom revolutionären Flügel der Arbeiterbewegung&lt;br /&gt;
verstanden wird. Das Buch von Ekkehard Lieberam &amp;quot;Die dritte große Depression&lt;br /&gt;
&amp;quot; ist ein Beweis dafür. Seine Hypothese lautet, dass wir es in den nächsten&lt;br /&gt;
Jahren mit einer außerordentlich ernsten Weltwirtschaftskrise in der Einheit&lt;br /&gt;
und Wechselwirkung von Finanzkrise und Überproduktionskrise zu tun haben.&lt;br /&gt;
Diese Krise trifft zusammen mit einer schwer einzuschätzenden Klimakrise,&lt;br /&gt;
einer Rohstoffkrise und einer sich dramatisch zuspitzenden Ernährungskrise.&lt;br /&gt;
So trägt diese Krise möglicherweise den Keim des Auftaktes zur Überwindung&lt;br /&gt;
des Kapitalismus in sich - mit allen daraus sich ergebenden Konsequenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Überlegung folgend, vergleicht Lieberam die jetzige, sich noch im&lt;br /&gt;
Anfangsstadium befindende Krise mit den zwei großen Depressionen des 19. und&lt;br /&gt;
20. Jahrhunderts (1873 und 1929). Es handelt sich um eine durch den Gang der&lt;br /&gt;
Dinge selbst herausgeforderte Analogie. Daher ist der Vergleich sehr&lt;br /&gt;
nützlich, um den historischen Ort der aktuellen Krise zu bestimmen und sich&lt;br /&gt;
ihren inneren Charakter anzusehen, die Reaktionsmöglichkeiten der&lt;br /&gt;
Arbeiterbewegung - linker Politik überhaupt auszuloten. Die Hypothese&lt;br /&gt;
&amp;quot;schließt die Vermutung ein, auch weitere Aspekte des Verlaufs der zwei&lt;br /&gt;
historischen Großkrisen könnten für das Verständnis der Krise und für die&lt;br /&gt;
Handlungsorientierung linker Politik in ihr bedeutsam sein, insbesondere&lt;br /&gt;
deren Charakter als Zeiten grundlegender gesellschaftlicher Umbrüche und&lt;br /&gt;
Auseinandersetzungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus faktenreich ist das Material, das uns der Autor präsentiert, um&lt;br /&gt;
seinen Gedankengang zum historischen Zusammenhang, zu den Ursachen und&lt;br /&gt;
Auswirkungen der Krise empirisch zu untersetzen (ohne die Unterstützung von&lt;br /&gt;
Peter Rath aus Bergkamen wäre dies sicherlich unmöglich gewesen). Die Art&lt;br /&gt;
der Argumentation hebt sich wohltuend von manch anderer Darstellung der&lt;br /&gt;
Krise in marxistischer Handschrift ab. Lieberam gibt einen - wo es hingehört&lt;br /&gt;
mit viel politischem Witz und beißender Ironie gewürzten - Überblick über&lt;br /&gt;
das Denken und Handeln der Herrschenden und Beherrschten, der Marxisten und&lt;br /&gt;
bürgerlichen Ökonomen, der Theoretiker und Praktiker in der Krise. Im Lager&lt;br /&gt;
der Herrschenden hat sich die ganze Innung blamiert: die Ökonomen, die&lt;br /&gt;
Wirtschaftsmanager, die Politiker. Lieberam analysiert den politischen&lt;br /&gt;
Karneval. Die relativ einheitliche Ideologisierung früherer Konjunktur ist&lt;br /&gt;
zutiefst erschüttert. Der Autor hinterfragt die Ideologisierung der Krise&lt;br /&gt;
mit ihren politischen Abwehrschlachten und nutzlosen Programmen. Er kommt&lt;br /&gt;
somit auch auf die Aktionsmöglichkeiten der herrschenden Klasse, die Rolle&lt;br /&gt;
von Politik und Staat in der Krise zu sprechen. &amp;quot;Die Marktradikalen in&lt;br /&gt;
Politik und Wissenschaft waren im Herbst 2008 nur kurzzeitig sprachlos, um&lt;br /&gt;
uns sehr schnell.mit neuen Sprüchen voll zu labern. Dabei gab und gibt es&lt;br /&gt;
allerdings für sie ein großes Erklärungsproblem mit den Ursachen der Krise.&lt;br /&gt;
Der Funktionsmechanismus der kapitalistischen Produktionsweise darf es auf&lt;br /&gt;
keinen Fall sein, denn sonst müsste man ja deren Überwindung thematisieren.&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung kann es aber auch nicht sein, denn sonst wäre sie ja&lt;br /&gt;
ihrer Schadensabwendungspflicht nicht nachgekommen.Merkwürdige Kapriolen&lt;br /&gt;
gibt es um den Staatsbegriff.Verbreitetes Nichtwissen um die&lt;br /&gt;
gesellschaftlichen Zusammenhänge, insbesondere hinsichtlich der&lt;br /&gt;
kapitalistischen Produktionsweise, bedingt die große Rolle des politischen&lt;br /&gt;
Glaubens in wirtschaftlichen Dingen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ekkehard Lieberam lässt in seiner Analyse keinen Zweifel daran, dass die&lt;br /&gt;
Krisenursachen nur mit Karl Marx aufzudecken sind. Überzeugend weist er&lt;br /&gt;
nach, dass tiefere Erkenntnisse über die eigentlichen Ursachen von&lt;br /&gt;
Wirtschaftskrisen und über eine wirksame Krisenbekämpfung nur vom Standpunkt&lt;br /&gt;
einer Position möglich sind, die nach einer Alternative zur kapitalistischen&lt;br /&gt;
Produktionsweise sucht. Folgerichtig untersucht der Autor sehr detailliert&lt;br /&gt;
die Bemühungen der Marxisten in Vergangenheit und Gegenwart, um die Krisen&lt;br /&gt;
zu erklären. Er hält es im Ergebnis seiner Überlegungen für notwendig,&lt;br /&gt;
zeitgemäß die System- und Machtfrage zu stellen. Darunter versteht der&lt;br /&gt;
Autor: 1. Das eigenständige politische Auftreten der abhängig Arbeitenden&lt;br /&gt;
und sozial Ausgegrenzten als grundlegende Voraussetzung. 2. Organisierte&lt;br /&gt;
linke Politik, die ihre primäre Aufgabe in der Mobilisierung von&lt;br /&gt;
antikapitalistischer Gegenwehr sieht. 3. Es bedarf eines Programms zur&lt;br /&gt;
Krisenbewältigung von links als Grundlage für den Zusammenschluss der&lt;br /&gt;
abhängig Arbeitenden und sozial Ausgegrenzten gegen das Krisenmanagement der&lt;br /&gt;
Herrschenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieberams Buch ist ein leidenschaftlicher Appell an die Marxisten,&lt;br /&gt;
einzugreifen in die Verhältnisse, um sie zu ändern. Man muss es gelesen&lt;br /&gt;
haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Münchow, 01.07.2009 auf der aktion-leipzig-liste&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HGG</name></author>
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