ZAK.Selbstverstaendnis

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Überlegungen zum Selbstverständnis

Das Selbstverständnis der Organisatoren der Zukunftsakademie ist im allgemeinen Teil des Entwurfs der Satzung (Version vom 19.05.2011) wie folgt dargestellt

Der Verein verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung anschaulich und begreifbar zu machen. Dabei sollen insbesondere Kompetenzen entwickelt werden, die zu Mündigkeit und Handlungsfähigkeit im Umgang mit den gesellschaftlichen Herausforderungen führen. Dieser Anspruch verlangt die Vernetzung von Sachverhalten, insbesondere die Verbindung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte.
Der Verein stellt sich dabei das Ziel, die lokalen Akteure in Leipzig zu identifizieren, zu beraten, zu vernetzen sowie inhaltlich und organisatorisch dabei zu unterstützen, Bildung für nachhaltige Entwicklung für alle Bevölkerungsgruppen anzubieten.
Die Zukunftsakademie versteht sich auch als Labor zur Entwicklung von innovativen Ansätzen und Erprobung von Methoden, mit denen es gelingen kann, sich die künftigen Konsequenzen des heutigen Handelns zu vergegenwärtigen, um daraus Schlussfolgerungen für das persönliche Handeln zu ziehen.
Der Verein leistet einen eigenständigen Beitrag zur Entwicklung einer ausgewogenen Landschaft von Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Leipziger Region.

Die genauere Untersetzung dieses Selbstverständnisses wird sich in der weiteren Arbeit ergeben.

Auf der Arbeitsberatung am 12.04.2011 wurde u.a. über eine Implementierung der Trierer Erfahrungen eines Zukunftsdiploms auf Leipzig nachgedacht.

Dabei könnten

  • stadtweit im Vorfeld eines Schuljahrs Informationen über Veranstaltungen und Aktivitäten gesammelt werden, die im Sinne der Ziele der Zukunftsakademie Kinder und Jugendliche mit Aspekten der "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" in Berührung bringen,
  • diese Informationen in eine Broschüre gebracht werden, die stadtweit verteilt wird,
  • die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen von den Veranstaltern in einem "Zukunftspass" bestätigt wird und
  • zum Abschluss des Schuljahrs in einer öffentlichen und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung die fleißigsten "Zukunftsforscher" ausgezeichnet werden.

Hierbei kann auf entsprechende Erfahrungen in Leipzig zurückgegriffen werden. Dies war auch Gegenstand eines Gesprächs im Schulverwaltungsamt am 03.05.2011, wo noch einmal auf entsprechende Erfahrungen mit der Leipziger Schülerurania/Schülerakademie (bis 2003) als auch das bestehende Regionalzentrum Leipzig im "Netzwerk Umweltbildung" hingewiesen wurde.

In dem Zusammenhang wurde mit einer nach dem Open Data Prinzip verfügbaren Sammlung öffentlich verfügbarer Informationen über die einschlägige Angebotsstruktur begonnen.

Allerdings wäre genauer zu überlegen, was Kriterien für Angebote sind, die in das Heft aufgenommen werden, denn im Gegensatz zur früheren Schülerurania bedeutet der Bezug auf "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" eine Fokuseinengung, der Angebote etwa auf den Gebieten Kultur und Sport nicht umstandslos für ein solches Heft qualifiziert. Mit Blick auf die profilbildenden Überlegungen im Zuge der Satzungsdebatte bietet sich ein Zwei-Säulen-Konzept an, das mit MINT-Bildung (Mittelperspektive) und Umweltbildung (Wirkungsperspektive) die zwei Säulen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und die darüber zu legende Brücke als Verbindung von Methoden- und Wirkungskompetenz genauer fixiert.

Hans-Gert Gräbe, 20.05.2011