WAK.AG-Diskurs.Antraege.08b-2008: Unterschied zwischen den Versionen

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==Stellungnahme 08b-2008 der [[WAK.AG-Diskurs|AG Diskurs]] - Zur "V-Mann-Affäre"==
  
Die Hatz ist zu Ende, das Opfer - einer der lautesten Kritiker  
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'''Die Hatz ist zu Ende''', das Opfer - einer der lautesten Kritiker  
stalinistischer Praktiken im Leipziger Stadtverband der Linken - ist zur Strecke gebracht, die Genossen der ehemaligen WASG unter Generalverdacht gestellt.
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stalinistischer Praktiken im Leipziger Stadtverband der Linken - zur Strecke gebracht, die Genossen der ehemaligen WASG unter Generalverdacht gestellt.
  
Die dürftige Beweislage ist leicht durch die Ungeheuerlichkeit der Vorwürfe zu kompensieren, eine Diskussion nicht vorgesehen.  
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Die dürftige Beweislage wird durch die Ungeheuerlichkeit der Vorwürfe kompensiert, eine Diskussion ist nicht vorgesehen. Denn seit langem heißt es "Wir oder die" in der Führungsriege des Stadtverbands - und Linke auf der "falschen Seite" haben keine Gnade zu erwarten.
 
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Denn seit langem heißt es "Wir oder die" in der Führungsriege des  
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Stadtverbands - und Linke auf der "falschen Seite" haben keine Gnade zu  
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"Entweder wissen die Antiautoritarier nicht, was sie sagen, und in  
 
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diesem Fall säen sie nur Konfusion oder sie wissen es, und in diesem  
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Fall üben sie Verrat an der Bewegung des Proletariats", wird Engels  
 
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warnend im letzten Mitteilungsblatt zitiert. Wir wissen nun, was einen  
 
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"Verräter" heute erwartet in einer Auseinandersetzung, die "nach allen  
 
"Verräter" heute erwartet in einer Auseinandersetzung, die "nach allen  
Regeln der Kunst zu führen ist" - so der Vorsitzende uns gegenüber Ende  
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Mai auf einer Stadtvorstandssitzung.
 
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Und so wird die "V-Mann-Affäre" unversehens zu einer "Affäre Külow" '''und zum Lackmustest für die Linkspartei, wie ernst es ihr mit dem eigenen antistalinistischen Gründungskonsens heute noch ist.'''
zum Lackmustest für die Linkspartei, wie ernst ihr der eigene
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antistalinistische Gründungskonsens heute noch ist.
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Das Ganze beginnt, eine juristische Dimension anzunehmen, die in einem Scherbengericht für die Linke enden wird.  
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Das Ganze beginnt, eine politische und juristische Dimension anzunehmen, die in einem Scherbengericht für die Linke enden wird.  
Um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden, fordern wir
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Um den weiteren Schaden zu minimieren, fordern wir
 
# alle an der Hatz beteiligten Genossinnen und Genossen auf, von ihren Parteiämtern zurückzutreten und ihre parlamentarischen Mandate zurückzugeben;
 
# alle an der Hatz beteiligten Genossinnen und Genossen auf, von ihren Parteiämtern zurückzutreten und ihre parlamentarischen Mandate zurückzugeben;
# arbeitsrechtliche Konsequenzen für alle Personen auf den Gehaltslisten der Partei oder unserer Parlamentarier, die in der "V-Mann-Sache" eine Unterlassungserklärung abgeben müssen.
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# arbeitsrechtliche Konsequenzen für alle Personen auf den Gehaltslisten der Partei oder unserer Parlamentarier, die sich an der Hatz beteiligt haben.
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Leipzig, 4.8.2008
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'''Diese Stellungnahme wurde auf dem Plenum der AG Diskurs am 4.8.2008 diskutiert und von den folgenden Erstunterzeichnern unterschrieben:'''
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* Dr. Paul Frost (AG Betrieb & Gewerkschaft)
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* Dr. Hans-Gert Gräbe (BG Wissenschaft)
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* Ingo Groepler-Roeser (Landesverband Sachsen)
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* Thomas Netzer (AG Betrieb & Gewerkschaft)
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* Kornelia Richter (AG Betrieb & Gewerkschaft)
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* Dr. Wolfgang Teske (ASG Sachsen)
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Eine kommentierte Chronik der "V-Mann-Affäre" ist im Internet unter http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.AG-Diskurs.V-Mann-Affaere zu finden.
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'''Wir fordern alle Genossinnen und Genossen, denen der Gründungskonsens noch etwas bedeutet, auf, sich namentlich unter Angabe der BO/BG dieser Stellungnahme anzuschließen.'''
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pdf der Stellungnahme mit Möglichkeit, diese zu unterzeichnen: http://groups.google.de/group/leipziger-linke/web/08b-2008.pdf
  
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'''Stand''': am 4.8.2008 auf dem Plenum diskutiert und im Einzelverfahren unterzeichnet
  
'''Stand''': Entwurf
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'''Weitere Unterzeichner''' der Stellungnahme:
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* Lutz Hausstein (ASG Sachsen)
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* Rolf Heil (Sympathisant, BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
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* Heinz Jonas (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
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* Margitta Klug (AG Betrieb & Gewerkschaft, BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
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* Florian Krahmer (ASG Sachsen)
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* Uwe Polzin (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
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* Ingrid Wagner (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)

Aktuelle Version vom 16. September 2008, 11:22 Uhr

Home Hauptseite / WAK / WAK.AG-Diskurs / WAK.AG-Diskurs.Antraege

Stellungnahme 08b-2008 der AG Diskurs - Zur "V-Mann-Affäre"

Die Hatz ist zu Ende, das Opfer - einer der lautesten Kritiker stalinistischer Praktiken im Leipziger Stadtverband der Linken - zur Strecke gebracht, die Genossen der ehemaligen WASG unter Generalverdacht gestellt.

Die dürftige Beweislage wird durch die Ungeheuerlichkeit der Vorwürfe kompensiert, eine Diskussion ist nicht vorgesehen. Denn seit langem heißt es "Wir oder die" in der Führungsriege des Stadtverbands - und Linke auf der "falschen Seite" haben keine Gnade zu erwarten.

"Entweder wissen die Antiautoritarier nicht, was sie sagen, und in diesem Fall säen sie nur Konfusion, oder sie wissen es, und in diesem Fall üben sie Verrat an der Bewegung des Proletariats", wird Engels warnend im letzten Mitteilungsblatt zitiert. Wir wissen nun, was einen "Verräter" heute erwartet in einer Auseinandersetzung, die "nach allen Regeln der Kunst zu führen ist" - so der Vorsitzende Ende Mai auf einer Stadtvorstandssitzung.

Es sind die alten stalinistischen Regeln der Kunst, denen Genosse Külow bereits zu DDR-Zeiten willfährig folgte, die hier erneut in innerlinken Auseinandersetzungen zur Anwendung kommen. Lippenbekenntnisse der Läuterung sind da allenfalls taktischer Natur, um den "Gegner zu verwirren". Die Vergangenheit hat uns erneut eingeholt.

Und so wird die "V-Mann-Affäre" unversehens zu einer "Affäre Külow" und zum Lackmustest für die Linkspartei, wie ernst es ihr mit dem eigenen antistalinistischen Gründungskonsens heute noch ist.

Das Ganze beginnt, eine politische und juristische Dimension anzunehmen, die in einem Scherbengericht für die Linke enden wird. Um den weiteren Schaden zu minimieren, fordern wir

  1. alle an der Hatz beteiligten Genossinnen und Genossen auf, von ihren Parteiämtern zurückzutreten und ihre parlamentarischen Mandate zurückzugeben;
  2. arbeitsrechtliche Konsequenzen für alle Personen auf den Gehaltslisten der Partei oder unserer Parlamentarier, die sich an der Hatz beteiligt haben.

Leipzig, 4.8.2008

Diese Stellungnahme wurde auf dem Plenum der AG Diskurs am 4.8.2008 diskutiert und von den folgenden Erstunterzeichnern unterschrieben:

  • Dr. Paul Frost (AG Betrieb & Gewerkschaft)
  • Dr. Hans-Gert Gräbe (BG Wissenschaft)
  • Ingo Groepler-Roeser (Landesverband Sachsen)
  • Thomas Netzer (AG Betrieb & Gewerkschaft)
  • Kornelia Richter (AG Betrieb & Gewerkschaft)
  • Dr. Wolfgang Teske (ASG Sachsen)

Eine kommentierte Chronik der "V-Mann-Affäre" ist im Internet unter http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.AG-Diskurs.V-Mann-Affaere zu finden.

Wir fordern alle Genossinnen und Genossen, denen der Gründungskonsens noch etwas bedeutet, auf, sich namentlich unter Angabe der BO/BG dieser Stellungnahme anzuschließen.

pdf der Stellungnahme mit Möglichkeit, diese zu unterzeichnen: http://groups.google.de/group/leipziger-linke/web/08b-2008.pdf

Stand: am 4.8.2008 auf dem Plenum diskutiert und im Einzelverfahren unterzeichnet

Weitere Unterzeichner der Stellungnahme:

  • Lutz Hausstein (ASG Sachsen)
  • Rolf Heil (Sympathisant, BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
  • Heinz Jonas (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
  • Margitta Klug (AG Betrieb & Gewerkschaft, BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
  • Florian Krahmer (ASG Sachsen)
  • Uwe Polzin (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)
  • Ingrid Wagner (BO Reudnitz/Angercrottendorf/Thonberg)