Wabio

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WABIO – Bioenergietechnik GmbH & Co. Biokraftwerk KG

  • ehemmalige Gesellschafter: 51% SWL, Jochen Auerbach (ein "Tüftler aus Zwickau") und Raphael Fitz (ein Rechtsanwalt aus München) (je 24.5%). (Quelle: LVZ, 23.02.2007)
  • 2010 verkauft an die Danpower Gruppe, Unternehmen der Stadtwerke Hannover.

Presse

  • Rolf Rattunde, Insolvenzverwalter der WABIO Bioenergietechnik, hat die SWL aufgefordert, auf ihre Sicherungsrechte zu verzichten. Das Biogaskraftwerk sei kürzlich an die Potsdamer Danpower-Gruppe veräußert worden. Diese will das Kraftwerk aber nur übernehmen, wenn die SWL als Hauptgläubiger einer Löschung der Grundpfandrechte am Betriebsgrundstück über rund 9 Mill. Euro zustimmt. Anderenfalls werde der Kaufvertrag rückabgewickelt. Die SWL fordert im Gegenzug eine vorrangige Befriedigung aus der Insolvenzmasse. Sie hatte in den vergangenen Jahren insgesamt 22 Mill. Euro in das Projekt investiert. (Quelle: LVZ, 20.02.2010)
  • Staatsanwaltliche Ermittlungen und eine Hausdurchsuchung in der SWL-Zentrale bringen den Fall wieder in die Öffentlichkeit. Der mit der Angelegenheit betraute SWL-GF Otto "musste damals Millionenverluste einräumen und persönlich empfindliche Gehaltseinbußen hinnehmen". Wie sich die Trennung der Partner vollzog, blieb lange im Dunkeln. Die LVZ-Recherche ergab nunmehr: Im Mai 2007 sei man sich in Verhandlungen mit dem Minderheitsgesellschafter und einem neuen Partner einig gewesen, die SWL-Anteile für rund 15.6 Mill. Euro zu verkaufen. Der Käufer zahlte allerdings nicht und focht den Kaufvertrag an. In einem geänderten Kaufvertrag gingen die Anteile schließlich für etwa 5 Mill. Euro über den Tisch, so der SWL-Generalbevollmächtigte Winfried Damm. In diesem Verfahren hatte die SWL die Anteile auch noch einmal öffentlich angeboten. Von 23 angeschriebenen potenziellen Käufern schauten sich überhaupt nur vier die Unternehmensunterlagen an. Unter den Bietern war auch einer, der von den Minderheitsgesellschaftern akquiriert worden war - der Münchner Equity Pictures Medienfonds mit einem Gebot von 13 Mill. Euro. Nach Aussage der SWL wäre dieses Angebot nicht ausreichend notariell untersetzt gewesen. Nach Aussage von Gesellschafter Fitz hätte eine Beglaubigung auf dem von der SWL geforderten Niveau 260.000 Euro gekostet, auch wenn der Zuschlag letztlich nicht erteilt worden wäre. Fitz wirft Otto weiteres Vorgehen zum Nachteil der anderen Gesellschafter vor. (Quelle: LVZ, 10.11.2008)
  • SWL diskutieren den Rückzug aus dem Wabio-Projekt, indem die Anteile an die re.fuel AG Bremen abgegeben werden. Von den 51% SWL-Anteilen sollen zunächst 45% an die Bremer veräußert werden. Mit den restlichen 6% soll der Zugriff auf die Technologie bis 2011 gesichert werden. (Quelle: LVZ, 26.05.2007)
  • Die dreiköpfige Geschäftsführung hat entschieden, offene Handwerkerrechnungen in Höhe von 2.7 Mill. Euro zu begleichen. Die Minderheitsgesellschafter suchen nach neuen Geldgebern, um die SWL auszahlen zu können. Umgekehrt müsste die SWL etwa 4 Mill. Euro aufwenden, um die Wabio ganz zu übernehmen. Hierzu wird über eine Rückstellung von 10 Mill. Euro innerhalb der SWL nachgedacht, die dann an der Gewinnabführung an die Stadt und letztlich in der Quersubventionierung der LVB fehlen würden. Das Projekt sollte ursprünglich 2004 zusammen mit der Hasseröder Brauerei in Wernigerode in mglw. anderer Dimension realisiert werden und war dort mit 18 Mill. Euro kalkuliert. (Quelle: LVZ, 23.02.2007)
  • Kontroverse Debatte um die neuen Finanzzuschüsse ohne Ergebnis im Aufsichtsrat. Es wird von "hochinteressanter Technik" (neben Strom und Fernwärme wird auch Bioethanol als Kraftstoff produziert) gesprochen, die nur unter strategischen Gesichtspunkten vollständig zu würdigen ist. Weitere fünf Anlagen in Bad Düben, Belgern, Penig, Glesien und Espenhain sind bereits in Vorbereitung. (Quelle: LVZ, 9.2.2007)
  • Inzwischen werden für das Bioheizkraftwerk Köstritz nicht mehr 17, sondern 19.5 Mill. Euro benötigt. Wirtschaftsprüfer von PWC haben weitere Ungereimtheiten zu Tage befördert, etwa eine mit 50 Personen deutlich überdimensionierte Mitarbeiterliste und Kontakte der Minderheitsgesellschafter zu Firmen, die an der Auftragsausführung beteiligt sind. GF Wille hatte schon im Oktober 2006 die Einschaltung der Innenrevision der SWL verlangt. Die Leitungsmängel werden weitgehend GF Otto angelastet. So ist der GF-Posten bei Wabio erst Anfang 2007 besetzt worden. (Quelle: LVZ, 8.2.2007)
  • Das Biomasse-Kraftwerk in Köstritz wird 17 statt geplanter 9.5 Mio Euro kosten. Nach einem Gesellschafterdarlehen von 3.5 Mio Euro im Sept 2006 ist eine erneute Geldspritze in Höhe von 4 Mio Euro erforderlich, über deren genaue Form der Aufsichtsrat am 8.2.2007 entscheiden muss. Das Kraftwerk sollte planmäßig in Juni 2006, dann im Dez. 2006 in Betrieb gehen. Die etappenweise Inbetriebnahme wird sich aber noch bis mindestens April 2007 hinziehen. SWL-Geschäftsführer Otto sprach im Sept. 2006 in dem Zusammenhang von "schlechtem Projektmanagement". Der technische Bereich wurde deshalb "stärker in SWL integriert". (Quelle: LVZ, 27.1.2007)
  • Für den Bau eines Biomassekraftwerks in Bad Köstritz, das mit halbjährigem Verzug Anfang Dez. 2006 ans Netz gehen wird, zahlen die SWL 13 Mio Euro und damit 3.5 Mio Euro mehr als geplant (Hauptgrund: deutlich gestiegener Stahlpreis - 700 000 Euro zusätzlich). Davon sollen 3.1 Mio Euro durch zusätzliche Investitionszulagen wieder hereinkommen. Das Kraftwerk bauen die SWL mit zwei privaten Partnern über ihre Tochter Wabio. Die Zusatzfinanzierung soll über einen Zwischenkredit der SWL an die Wabio realisiert werden, der durch die Investitionszulagen wieder hereinkommt. Die neue Anlage soll u.a. jährlich 8.4 Mio Liter Bioethanol und 27 GWh Strom produzieren. Beabsichtigt ist der Bau weiterer Anlagen in der Region Leipzig. (Quelle: LVZ, 06.10.2006)