VNG

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Das Unternehmen

Verbundnetz Gas, http://www.vng.de

Drittgrößter deutscher Gasimporteur nach Eon Ruhrgas und Wingas, einem Joint Venture von Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall. Größter Konzern mit Sitz in Ostdeutschland.

  • GF: Ulf Heitmüller (vorher bei EnBW für den Handel und das Gasgeschäft verantwortlich)
    • Hans-Joachim Polk (Technik), Bodo Rodestock (Finanzen), beide bis 2023. LVZ, 15.12.2017
    • Vorher Karsten Heuchert, wurde zum Oktober 2016 abgelöst von Ulf Heitmüller. (LVZ, 31.08.2016)
  • VNG-Aufsichtsrat
    • Vorsitzender: Thomas Küster, Finanzvorstand bei der EnBW (LVZ, 06.09.2016)
  • Anteile: 74.21% EnBW (2015 von EWE und Gazprom übernommen), 21.58% Verbundnetz Gas VuB, 4.21% OEW
    • EnBW übernimmt die EWE-Anteile für 1.5 Mrd Euro (LVZ, 17.10.2015)
    • Die Gazprom-Anteile sind ebenfalls auf EWE übergegangen (LVZ, 30.07.2015)
    • Vor dem EWE-Deal (2014): 47.90% EWE, 25.79% Verbundnetz Gas VuB, 15.79% Wingas (gemeinsame Tochter von Gazprom und Wintershall), 10.52% Gazprom Germania Berlin (nach Übernahme der Anteile der GdF-Tochter EEG Erdgas Transport im Jan 2010) (Quelle: LVZ, 20.05.2008, LVZ, 20.06.2009)
  • Gasabsatz: 362 Mrd. m^3 (2016), 183 Mrd. m^3 (2009), 171 Mrd. m^3 (2008), 165.2 Mrd. m^3 (2007), 164 Mrd. m^3 (2006), 158 Mrd. m^3 (2005)
  • Umsatz (VNG Gruppe): 10.3 Mrd. Euro (2017), 7.2 Mrd. Euro (2016), 9.4 Mrd. Euro (2015), 10 Mrd. Euro (2014), 11 Mrd. Euro (2013), 9.9 Mrd. Euro (2012), 5.5 Mrd. Euro (2008), 4.2 Mrd. Euro (2007), 5 Mrd. Euro (2006)
  • Gewinn (nach Steuern): 71 Mio Euro (2017), 40 Mio Euro (2016), minus 53 Mio Euro (2015), 224 Mio Euro (2014), 174 Mio Euro (2013), 132 Mio Euro (2012), minus 260 Mio Euro (2011), 59 Mio Euro (2010), 170 Mio Euro (2009), 141 Mio Euro (2008), 130 Mio Euro (2007), 154.8 Mio Euro (2006), 93.7 Mio Euro (2005)
    • Ein Großteil des Gewinns von 224 Mio Euro (2014) - Experten rechnen mit 150 Mio Euro - sind ein Einmaleffekt aus dem Beteiligungsverkauf an der Thüringer Erdgasversorgungsgesellschaft. (LVZ, 17.06.2015)
    • Nach einer Gewinnwarnung durch Karsten Heuchert wird ein Gewinn von 23 Mio Euro (2015) gegenüber 74 Mio Euro (2014, bereinigt) erwartet. (LVZ, 17.06.2015)
  • Gewerbesteuer an Leipzig: 0 (2011), 33 Mio Euro (2008)
  • Dividende: 35 Mio Euro (2017), 45 Mio Euro (2013), 30 Mio Euro (2012), 96 Mio Euro (2008)
  • Mitarbeiter: 1154 (2017), 1289 (2016), 1441 (2015), 1427 (2014), 1440 (2013), 1378 (2012), 1343 (2011), 638 (2008)
  • Gas-Herkunft (2006): 44% Russland, 28% Norwegen, 28% Deutschland

Geschichte

LVZ, 18.03.2014:

  • 1958 wurden die "Technischen Netze Ferngas" in Leipzig als Vorläufer gegründet
  • 1970-1990 Teil des Gaskombinats "Schwarze Pumpe"
  • bis April 1990: Herauslösung als VEB Verbundnetz Gas aus der Kombinatsstruktur
  • Juni 1990: Umwandlung in die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft mit der Treuhand als einzigem Aktionär
  • August 1990: Die Treuhand verkauft 45% der Aktien, und zwar 35% an die Ruhrgas Essen, 10% an die BEB Brigitta Erdgas und Erdöl GmbH Hannover.
  • 1991: VNG erzielt in den ersten 18 Monaten als AG einen Umsatz von 5.3 Mrd DM

Töchter

ECG Erdgas Consult

  • Softwareschmiede für Gastransport und -verteilung

Ontras

  • Geschäftsfelder: Gastransport im 7.000 km langen ostdeutschen Netz, das von der VNG gepachtet wurde (einer unter 152 Netzbetreibern im Versorgungsgebiet)
    • Durchschnittlicher Tagesumsatz im Winter 80 Mio m^3 Gas.
    • LVZ berichtet über die Eröffnung der neuen Leitzentrale in Leipzig. Ontras wurde 2005 gegründet. GF ist Uwe Ringel. In 2014: Umsatz 308 Mio Euro, Überschuss 224 Mio Euro, davon wurden 122 Mio Euro an die Konzernmutter VNG abgeführt. (LVZ, 14.10.2015)
  • Derzeit 40 Großkunden als Gashändler
  • Umsatz: 308 Mio Euro (2014), 4.84 Mrd. Euro (2006)
  • Gewinn: 110 Mio Euro (2016), 224 Mio Euro (2014), 100 Mio Euro (2013), 200 Mio Euro (2006)
  • Mitarbeiter: 300 (2014)

Spigas Ligurien

  • 40.5% Anteil, zum Ausbau des Italiengeschäfts

VNG Norge (Quelle: LVZ, 24.09.2007)

  • Tochter zur Beteiligung an Lizenzvergabeverfahren in Norwegen.
  • Sucht finanzkräftigen Partner. (LVZ, 2.3.2018)

Die kommunalen Beteiligungen

http://www.vub-online.de/

Leipzig hat seine Anteile (7.46%) zusammen mit weiteren Stadtwerken (Annaberg-Buchholz 0.12%, Chemnitz 2.12%, Dresden 6.47%, Hoyerswerda 1.25, Neubrandenburg 0.50%, Rostock 1.71%, Wittenberg 1.95%) in die Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (VuB) eingebracht. Letztere hielt bis April 2016 insgesamt 25.79% der VNG-Anteile (eine Sperrminorität, die Teil der Ministererlaubnis war, mit der 2002 der Eon-Ruhrgas-Deal gegen den Einspruch der Kartellbehörde durchgesetzt wurde). Nachdem Erfurt die VuB verlassen und seine Anteile an EnBW verkauft hat, beträgt der Anteil der VuB nur noch 21.58%.

  • http://www.vub-online.de/gesellschafter/
  • Nordhausen (0.55% = 702.000 Anteile, für 8.2 Mio Euro erworben) will aus der VNG aussteigen und dient seine Anteile den anderen kommunalen Eignern an. (LVZ, 06.10.2014)
    • Nachgerechnet: 100% sind dann etwa 127 Mio Anteile, Kaufpreis zum (nicht näher mitgeteilten) Erwerbstermin: 11.68 Euro pro Aktie
    • Der Ausstieg ist vollzogen, die LVV übernimmt 79%, Wittenberg 21% der Aktien zum Stückpreis von 9.96 Euro. (LVZ,05.03.2015)
    • Die LVV wird die Nordhäuser Anteile für rund 7 Mio Euro übernehmen. Das entspricht einem Preis von 9.96 Euro pro Aktie. Die LVV geht davon aus, dass auch die Erfurter Aktienanteile zu einem vergleichbaren Preis übernommen werden. (LVZ, 26.11.2104)
  • Erfurt als drittgrößter kommunaler Anteilseigner will seine 4.21% verkaufen und hat dazu den VuB-Vertrag gekündigt. (Quelle: LVZ, 01.10.2013)
    • Erfurt hat seine Anteile für 11 Euro pro Aktie (62 Mio Euro, LVZ 19.5.2017) an den Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke verkauft (LVZ, 19.03.2017)
    • Erfurt verlässt die VuB und verwaltet die Anteile nun selbst. Damit hält die VuB nur noch 21.5 % der Anteile und verliert die Sperrminorität. (LVZ, 13.4.2016)
    • Erfurts Anteil soll nach einem amtlichen Gutachten für 94 Mio Euro verkauft werden, was gut 17.40 Euro pro Anteil entspräche. Leipzig weigert sich, zu diesem Preis sein Vorkaufsrecht auszuüben und will gerichtlich gegen das Gutachten vorgehen. (LVZ, 26.09.2015)
    • Erfurts Anteil soll 80 Mio Euro bringen, was 15.50 Euro pro Anteil entspräche. Die Anteile von Jena (16.00 Euro pro Anteil) und Halle (16.80 Euro pro Anteil) gingen noch zu höheren Preisen weg. (LVZ, 14.11.2013)
      • Nachgerechnet: 100% sind dann etwa 122.6 Mio Anteile mit einem (aktuellen, 14.11.2013) Wert von 1.9 Mrd. Euro, Dresdens Anteil ist 123 Mio Euro wert.
    • Nach Gesprächen mit Vertretern von EnBW, Gazprom sowie EWE, die alle Interesse an der Übernahme der offerierten kommunalen Anteile zeigten, beschließt die LVV-Spitze, das Vorkaufsrecht für die Erfurter Anteile auszuüben. Damit wird zunächst Zeit gewonnen, da ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer den Verkehrswert des Erfurter Angebots bestimmt. Das Ergebnis ist für Erfurt bindend, nicht aber für die LVV. Die LVV geht davon aus, dass dieses Ergebnis deutlich unter den derzeit geforderten 80 Mio Euro liegen wird. Eine solche Summe könnte die LVV notfalls noch stemmen, eine ähnliche Option für den avisierten Verkauf der Dresdner Anteile würde die LVV finanziell überfordern. (LVZ, 09.11.2013)
    • Im Gespräch ist ein Kaufpreis von 80 Mio Euro. Das Vorkaufsrecht der VUB verfällt zum 1.1.2014. (Quelle: LVZ, 19.+23.10.2013)
    • Der Deal scheiterte letztlich, da Leipzig den gutachterlich ermittelten Preis von 94 Mio Euro nicht zu zahlen bereit war, sondern maximal 60 Mio Euro. (LVZ, 20.7.2016)
  • Bei Verkauf von Anteilen aus der VuB haben erst die anderen kommunalen Anteilseigner, dann die VuB als Gesellschaft Vorkaufsrecht. VuB-Geschäftsführer ist Andreas Reinhardt. (LVZ, 15.10.2012)
  • Dresden will seine 6.47% perspektivisch verkaufen. (Quelle: LVZ, 26.09.2012)
  • Die Anteile von Jena-Pößneck und Halle sind an die anderen VUB-Partner verkauft worden. Leipzig zahlt 37 Mio Euro für VNG-Anteile der Stadtwerke Jena. (Quelle: LVZ, 01.07.2009). Leipzig zahlte 31 Mio Euro. (LVZ, 23.10.2013)

Leipziger Anteil:

  • Leipzig erhält 2014 5.4 Mio Euro Dividende. (LVZ, 06.03.2015)
  • Nachgerechnet: Nach Übernahme der Nordhäuser Beteiligung hält Leipzig 7.45% der Anteile. (05.03.2015)
  • Leipzig hält 7.02% Anteile. Gewerbesteuer und Dividende ist 2011 nicht gezahlt worden. (Quelle: LVZ, 28.09.2012)
  • Dividende 2011: 3.6 Mio Euro statt geplanter 7.8 Mio Euro, weniger als zur Finanzierung des durch die LVV aufgenommenen Kredits über 3.4 Mio Euro erforderlich. (Quelle: LVZ, 12.06.2012)
  • Leipzig hält 5.52% Anteile und erhielt dafür 2007 5.3 Mill. Euro Dividende. (Quelle: LVZ, 03.03.2009)

Presse

Siehe auch http://www.vub-online.de/presse/news_pressemitteilungen/

  • EnBW übernimmt die EWE-Anteile für 1.5 Mrd Euro. Das sei mehr als der Buchwert. Alle sind zufrieden, EWE kann sich mit dem Geld in den eigenen Wachstumsmärkten entwickeln und EnBW seine Position als drittgrößter Energiekonzern in Deutschland festigen. (LVZ, 19.10.2015)
  • Die LVV-Spitze hat entschieden, die Erfurter Anteile zu dem gutachterlichen Preis nicht übernehmen. Damit ist zu erwarten, dass die Sperrminorität früher oder später verloren geht. Es mehren sich zugleich die Anzeichen, dass EWE sein Aktienpaket nicht behalten wird und die mit Unterstützung von Macquarie erstellte Offerte der LVV bei einem Verkauf nicht ausreichen wird. (LVZ, 14.10.2015)
    • Eon hat 2012 sein 12.000 km langes Ferngasnetz an ein Konsortium um die australische Bank Macquarie verkauft.
  • Leipzig lehnt die durch ein Gutachten untermauerte Erfurter Forderung nach 94 Mio Euro für die 4.21% Anteile ab und will gerichtlich gegen das Gutachten vorgehen. Die Diskussion um die Übernahme der Anteile der EWE durch die LVV ist festgefahren. (LVZ, 26.09.2015)
  • Die 10.52% Gazprom-Anteile gingen für 213 Mio Euro an EWE. Eine Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus. Das Angebot der LVV in Höhe von 1.1 Mrd Euro für die EWE-Anteile wird als nicht ausreichend zurückgewiesen. EWE will nicht unter dem Buchwert der Aktien von 1.5 Mrd. Euro verkaufen und hat der LVV bis Ende August 2015 Zeit eingeräumt nachzubessern. Planspiele gehen davon aus, dass bei einer Zerschlagung der VNG allein das profitable Geschäft der Ontras 1.3 Mrd. Euro einbringen kann. (LVZ, 30.07.2015)
    • Nachgerechnet: 100% sind dann 2.025 Mrd Euro, bei geschätzten 127 Mio Anteilen der Preis pro Aktie: 15.94 Euro.
  • Karsten Heuchert geht mit einer Gewinnwarnung an die Öffentlichkeit und kündigt rigide innerbetriebliche Sparmaßnahmen an. Allerdings sei das nicht ausreichend, langfristig müssten neue Ertragspotenziale erschlossen werden. Damit wird auch der als Option diskutierte Erwerb der VNG durch die LVV fraglich, da aus den neu prognostizierten Erlösen der für den Kaufpreis aufzunehmende Kredit nicht finanziert werden kann. (LVZ, 17.06.2015)
  • Gazprom will bei VNG aussteigen, da nach dem Ausstieg ihres bisherigen strategischen Partners Wintershall die gemeinsam gehaltene Sperrminorität von mehr als 25% dahin ist. Die nun "fehlenden Einflussmöglichkeiten bei VNG" - neben prinzipiellen Erwägungen mit Blick auf die europäische Politik gegenüber Russland - geben den Ausschlag für die Verkaufsentscheidung, bei der EWE ein Vorkaufsrecht hat. Als Kaufsumme für die 10.52% Anteile wird über "etwas mehr als 200 Mio Euro" gesprochen. (LVZ, 8.4.2015)
    • Nachgerechnet: 100% sind dann 1.901 Mrd Euro, bei geschätzten 127 Mio Anteilen der Preis pro Aktie: 14.97 Euro.
  • Auf der aktuellen Bilanzpressekonferenz wird auch über eine mögliche Übernahme der VNG durch die LVV spekuliert. Da jene den Kaufpreis von etwa 1.4 Mrd. Euro nicht allein aufbringen kann, versucht die LVV, den australischen Finanzinvestor Macquarie mit ins Boot zu bekommen. "Das wäre der Anfang vom Ausverkauf", zitiert die LVZ einen namentlich nicht näher genannten "Branchenkenner". (LVZ, 06.03.2015)
    • Macquarie hat gerade für 720 Mio Euro EnBW einen Offshore-Windpark in der Ostsee abgekauft, welt.de, 07.01.2015
  • Die bisherigen Plätze von Wintershall im 21-köpfigen Aufsichtsratsgremium übernehmen Matthias Brückmann, Ulf Heitmüller und Jochen Weise als Vertreter von EWE. Wintershall hatte seinen Anteil von 15,79% im März für 320 Mio Euro an EWE verkauft. (LVZ, 17.12.2014)
    • Nachgerechnet: 100% sind dann 2.027 Mrd Euro, bei geschätzten 127 Mio Anteilen der Preis pro Aktie: 15.96 Euro.
  • VNG-Finanzvorstand Heiko Sanders wird Aufsichtsratschef. (LVZ, 12.06.2014)
  • Ex-VNG-Chef Holst legt Rainer Seele nahe, sein Amt als Aufsichtsratschef sofort niederzulegen. (LVZ, 18.03.2014)
  • EWE und Wintershall sind sich einig, die Wintershall-Anteile auf EWE zu übertragen. Wintershall-Chef Rainer Seele, auch Vorsitzender des VNG-Aufsichtsrats, begründete den Ausstieg mit der Fortführung einer geänderten Strategie von Wintershall, die zukünftig aus dem Gasverteilgeschäft aussteigen wird. EWE stockt damit - die kartellrechtliche Genehmigung vorausgesetzt - seine VNG-Anteile auf über 63% auf und wird bestimmender Mehrheitsaktionär. EWE-Chef Brinker hat sich gegenüber mehreren Gremien zu Leipzig als VNG-Firmensitz bekannt. (LVZ, 15.03.2014)
  • VNG betreibt in Mitteldeutschland drei Gasspeicher in Bernburg, Bad Lauchstädt und Kirchheiligen. Zwei weitere Anlagen in Ostfriesland befinden sich im Bau, allerdings in schwierigem geschäftlichem Umfeld; von den dort bisher investierten 175 Mio Euro musste ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag bereits abgeschrieben werden. Der Mitarbeiterzuwachs von 62 ergibt sich vor allem aus der Übernahme von Goldgas. (LVZ, 28.02.2014)
  • VNG übernimmt die Goldgas-Gruppe und steigt damit ins Endkundengeschäft ein, so Karsten Heuchert auf der Bilanzpressekonferenz. Die Anteile wurden von der Fondsgesellschaft Bluo übernommen, die sich auf die Sanierung angeschlagener Firmen spezialisiert hat. Das Kartellamt muss noch zustimmen. (LVZ, 19.03.2013)
  • Antje Hermenau (Grüne) schlägt vor, dass ggf. der Freistaat die Dresdner Anteile übernimmt und Leipzig die VNG-Gewerbesteuer verwendet, unm diese Anteile dann schrittweise zu übernehmen. BM Albrecht (CDU) sagt, dass jede Idee geprüft werde, um den Firmensitz der VNG in Leipzig zu halten. (Quelle: LVZ, 14.11.2012)
  • Erfurt prüft ebenfalls den Verkauf seiner Anteile, allerdings erst auf längere Sicht. (Quelle: LVZ, 13.11.2012)
  • Dresden plant den Verkauf seiner Anteile in Höhe von 6.5% und möchte damit 40 Mio Euro erzielen. (Quelle: LVZ, 26.09.2012)
  • Die auf Betreiben von EWE einberufene außerordentliche Hauptversammlung verweigert der EWE die Zustimmung zum Verkauf ihrer Anteile an die EnBW. Damit läuft eine entsprechende Option der EWE zum Jahresende wohl ungenutzt aus. (Quelle: LVZ, 16.12.2011)
  • Uwe Bruchmüller (IG BCE, Betriebsrat LVV?) bezeichnet die optimistische Prognose von GF Karsten Heuchert, dass die VNG in zwei, drei Jahren das Tal durchschritten habe, als nicht überzeugend. (Quelle: LVZ, 01.11.2011)
  • VNG droht nach Verlusten von 350 Mio Euro ein drastischer Gewinneinbruch. Dies liege ursächlichin der Preisentwicklung an den Gasmärkten, weshalb die langfristigen Lieferverträge nachverhandelt werden sollen. (Quelle: LVZ, 27.10.2011)
  • Die Hauptaktionärsversammlung stimmt der Übernahme der Aktien von GdF durch Gazprom zu. Damit kontrolliert Wintershall/Gazprom nicht nur mit Wingas die Nummer zwei der deutschen Gasversorger, sondern hat auch bei VNG als Nummer drei der deutschen Gasimporteure strategischen Einfluss. Mit der neuen Konstellation wird der Einstieg von EnBW zugleich weiter erschwert, da sich die anderen beiden Aktionärsgruppen (VuB für die Kommunen und Gazprom/Wintershall) gegen den Einstieg sperren. Gleichwohl bekräftigte EnBW-Chef Villis dieses Ziel. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass EnBW - viertgrößter deutscher Gasimporteur - mit dieser Entscheidung den Machtkampf verloren hat. (Quelle: LVZ, 30.01.2010)
  • Gazprom will die VNG-Anteile von Gaz de France übernehmen. Zusammen mit ihrem strategischen Partner Wintershall hätten sie dann eine Sperrminorität von mehr als 25%. Seitens EnBW, die die EWE-Anteile übernehmen wollen, liegt der Entwurf eines neuen Konsortialvertrags mit den kommunalen Anteilseignern auf dem Tisch. (Quelle: LVZ, 28.11.2009)
  • Die LVZ berichtet ausführlich über die geplanten Veränderungen an der Unternehmensspitze. Im Aufsichtsrat sind die Fronten verhärtet, die anstehenden Entscheidungen können aber mit der Mehrheit von 11:10 Stimmen durchgesetzt werden. Inzwischen geht EnBW auf die Gesellschafter zu, um die Zustimmung zu ihrem Einstieg in der Gesellschafterversammlung zu erreichen. Sollte der EnBW-Einstieg keine Zustimmung finden, hat EWE angekündigt, dass mann "dann die Anteile eben weiter halten" werde. (Quelle: LVZ, 10.09.2009)
  • Wintershall will seine Anteile durch Übernahme der Anteile der Gaz de France Tochter EEG Erdgas Transport aufstocken. Es wird von einem Kaufpreisangebot von mehr als 150 Mill. Euro gesprochen. Zusammen mit ihrem strategischen Partner Gazprom Germania besäße Wintershall dann eine Sperrminorität im Aufsichtsrat. Wingas-Chef Rainer Seele ist als neuer Aufsichtsratschef im Gespräch und soll Karsten Heuchert ersetzen, der seinerseits den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Klaus-Ewald Holst ablösen soll. (Quelle: LVZ, 05.09.2009)
  • Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht gegen die Auflage, dass EnBW u.a. seine Anteile am Dresdner Regionalversorger Geso abgibt. Allerdings muss die Hauptversammlung der Aktionäre der Übernahme noch zustimmen. Monika Runge, energiepolitische Sprecherin der LTF der Linken, kritisiert die Transaktion, da sie wiederum die Selbstständigkeit von VNG und damit den Standort Leipzig gefährde. EnBW-Chef Villis betont, dass er an einem Konsortialvertrag mit den Kommunen interessiert sei, wie er lange Zeit auch mit der EWE bestanden hat. (Quelle: LVZ, 25.08.2009)
  • Das Bundeskartellamt wird Übernahme der EWE-Anteile durch EnBW genauer unter die Lupe nehmen. Nach anfänglicher Prüfung könne die Zustimmung nicht erteilt werden, da EnBW eine Monopolstellung auf dem ostdeutschen Gasmarkt einnehmen könnte. Eine Entscheidung wird Mitte September 2009 erwartet. Andere VNG-Anteilseigner haben inzwischen ebenfalls Interesse an den EWE-Anteilen geäußert. (Quelle: LVZ, 16.06.2009)
  • Ziel ist es, in 10 Jahren 10% der gehandelten Gasmenge selbst zu produzieren. (Quelle: LVZ, 15.05.2009)
  • Der EWE-Aufsichtsrat hat dem Verkauf der VNG-Anteile an EnBW zugestimmt. VNG gehört in Deutschland mit Eon Ruhrgas und Wintershall zu den drei stärksten Gasimporteuren. Mit der Übernahme des norwegischen Erdöl- und Erdgasproduzenten Endeavor Energy ist der Einstieg in die eigene Erdgasproduktion erfolgt. (Quelle: LVZ, 14.05.2009)
  • LVZ schreibt von 29% Anteile der VuB an VNG. (Quelle: LVZ, 28.04.2009)
  • Auf bisher 5.52% Anteile erhielt Leipzig 2007 5.3 Mill. Euro Dividende. VNG zahlt 2008 33 Mill. Euro Gewerbesteuer und engagierte sich mit 0.5 Mill. Euro Sponsoring in der Stadt. Die Stadt stellt der LVV für den Anteilskauf eine Bürgschaft von bis zu 18.5 Mill. Euro. (Quelle: LVZ, 03.03.2009)
  • Stadtrat Leuze (Fraktionschef Grüne) kritisiert die Pläne, mit dem Deal die LVV weiter zu überschulden und fordert die Stadtspitze auf, die Stadt möge die Anteile zunächst auf eigene Rechnung kaufen. Die Dividendenprognose von OBM Jung ist mit Blick auf ausstehende wichtige Investitionen der VNG für Leuze nicht plausibel. (Quelle: LVZ, 19.02.2009)
  • Leipzig wird sich mit 37 Mill. Euro über die LVV in dem Deal engagieren. Dazu muss die LVV einen Kredit aufnehmen. OBM Jung geht davon aus, dass die Dividenden größer als Zins und Tilgung für diesen Kredit sein werden. (Quelle: LVZ, 18.02.2009)
  • Die Stadt Halle verkauft ihre Anteile für 90.6 Mill Euro an die VuB, möchte aber mit einer geringen Beteiligung (maximal 0.1%) in der VuB bleiben, um die Entwicklung von VNG und eines ostdeutschen Energieclusters weiter direkt verfolgen zu können. (Quelle: LVZ, 17.02.2009)
  • Die VuB hat das Angebot zur Übernahme der Anteile der Stadt Halle auf fast 91 Mill. Euro erhöht und damit das EWE-Angebot übertroffen. Die Gespräche zwischen EWE und EnBW werden noch einmal thematisiert. In der Presse wird immer offener von einer "Neuordnung der Aktionärsstruktur" geschrieben, wobei neben EnBW auch der Wintershall-Tochter Wingas als strategischem Partner von Gazprom gute Aussichten eingeräumt werden. VNG zahlt in Leipzig jährlich 33 Mill. Euro Gewerbesteuern. (Quelle: LVZ, 14.02.2009)
  • Der Verzicht könnte mit einer Übernahme der VNG-Anteile von EWE durch dessen neuen strategischen Partner EnBW zu tun haben, der dafür 1.2 Mrd. Euro aufbringen will. (Quelle: ND, 31.01.2009)
  • Die SW Jena-Pößneck kündigen nach entsprechendem Druck aus Berlin den Vertrag über Anteilsverkauf mit EWE. EWE-Chef Brinker erklärt, dass er an seinem Angebot festhalte, allerdings einen langwierigen Rechtsstreit vermeiden wolle. Die VuB hat der Stadt Jena ein neues Angebot vorgelegt, das mit dem Angebot der EWE - etwa 21.4 Mill. Euro - gleichauf liegt. (Quelle: LVZ, 29.01.2009)
  • VNG-Chef Holst rechnet für 2008 mit einem Absatz von 170 Mrd. m^3 Gas, 5 Mrd. Euro Umsatz und Gewinn auf Vorjahresniveau von 130 Mill. Euro. Der Absatzrückgang in Ostdeutschland wird durch höhere Verkaufszahlen in Westdeutschland und im Ausland wettgemacht. Durch den Aufgbau eigener Förderkapazitäten in der Nordsee soll der Absatz bis 2019 zu 10% aus eigenen Quellen gedeckt werden. Holst kündigt Preissenkungen bis zu 20% bis April 2009 auf den Beschaffungspreis der Abnehmer an. Dieser Beschaffungspreis geht zu etwa 30% in die Kalkulation des Preises für die Endkunden ein. (Quelle: LVZ, 13.12.2008)
  • Das Landgericht Gera bekräftigt das Vorkaufsrecht der klagenden Städte Leipzig, Neubrandenburg und Annaberg-Buchholz für die Anteile der SW Jena-Pößneck. OBM Jung forderte Jena auf, in den Kommunalverbund zurückzukehren und signalisierte zugleich Leipzigs Bereitschaft, im Verkaufsfall die Anteile zu übernehmen. EWE hat Schiedsklage gegen die Kündigung des Konsortialvertrags durch die VuB eingereicht. (Quelle: LVZ, 13.11.2008)
  • Till Noack, Chef der Stadtwerke Jena-Pößneck, äußert sich in einem ausführlichen Interview zu den Querelen und macht dabei deutlich, dass er selbst von der Abwahl von EWE-Chef Brinker als Aufsichtsratsvorsitzendem überrascht worden sei. Es habe dazu offensichtlich Absprachen zwischen dem VNG-Management und Teilen der VuB gegeben, an denen Jena-Pößneck nicht beteiligt gewesen sei. Jena-Pößneck steht nach wie vor zum strategischen Einstieg von EWE und hält eine solche "Kooperation zwischen einem kommunal geprägten, auf Strom spezialisierten Unternehmen in Westdeutschland und einem starken Erdgasversorger in Ostdeutschland für eine Superalternative zu den vier großen Playern auf dem deutschen Energiemarkt". Woran die Umsetzung dieses Plans bisher letztlich gescheitert sei, bleibe zu untersuchen. Eine dubiose Rolle spielte insbesondere ein Gutachten von Prof. Biedenkopf mit der Schlussfolgerung, dass EWE zu klein sei für die Entwicklung der VNG. An der wirtschaftlichen Kraft von EWE sei der Plan aber definitiv nicht gescheitert. Am Verkauf der Anteile der SW Jena-Pößneck an EWE gebe es derzeit nichts zu rütteln, da ein Verkauf kommunaler Anteile ab 2009 im Konsortialvertrag explizit vorgesehen wurde, EWE dazu für 2009 ein Vorkaufsrecht habe und das neue Angebot der VuB signifikant schlechter ist. Mit dem Verkauf an EWE bleiben die Anteile im Konsortialverbund. Die immer wieder ins Feld geführte Sperrminorität spielte beim Abschluss des Konsortialvertrags offensichtlich eine untergeordnete Rolle, sonst wären die Verkaufsoptionen kommunaler Anteile anders geregelt worden. Die Aufrechterhaltung des Konsortialvertrags ist auch für den Konzernsitz Leipzig wichtig. Leipzig als "Sitz des Unternehmens war nie sicherer als zu Zeiten des Konsortialvertrags mit einem Partner EWE. Der Aufsichtsrat der EWE hat im April 2008 nochmals bestärkt, dass der Sitz der VNG in Leipzig überhaupt nicht zur Disposition steht". Dagegen ist der Konzernsitz in ernster Gefahr, wenn sich der Mehrheitsaktionär EWE zurückzieht. Innerhalb der VuB sind offensichtlich Leipzig und Erfurt die treibenden Kräfte, die EWE aus dem Boot haben wollen. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass sich VNG und VuB nicht mehr am Konsortiualausschuss beteiligen. Die Haltung von OBM Jung, EWE-Chef Brinker ein Treffen zu verweigern, kann nicht gut sein für den Standort Leipzig. (Quelle: LVZ, 11.11.2008)
  • Neun der zwölf in der VuB vereinigten Kommunen vereinbaren die Verlängerung der Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre. Gemeinsam halten sie eine Sperrminorität und wollen eine feindliche Übernahme durch EWE verhindern. (Quelle: LVZ, 07.11.2008)
  • Die LVV hat der Kündigung des Konsortialvertrags mit EWE durch die VuB zugestimmt. Insidern zufolge hat Kämmerin Kudla gegen den Ausstieg gestimmt. (Quelle: LVZ, 26.09.2008)
  • Nach den Stadtwerken Jena-Pößneck haben nun auch die Stadtwerke Halle die VuB verlassen. (Quelle: LVZ, 20.09.2008)
  • EWE hat Klage gegen die Kündigung des Konsortialvertrags eingereicht. EWE-Chef Brinker führt dabei insbesondere ein 100-Millionen-Euro-Darlehen von EWE an die Kommunen ins Feld, mit dem letztere im Zuge des Eon-Ruhrgas-Deals Anteile erworben haben, um die 25%-Marke zu überspringen und so eine Sperrminorität zu halten. Brinker bekräftigt alte Pläne, nach denen eine neue Gesellschaft in Form einer Holding in den neuen Bundesländern entstehen könnte, die Geschäftsbereiche beider Unternehmen bündelt. Leipzig würde dabei ausgebaut, wobei insbesondere das Speichergeschäft und Explorationsaktivitäten von Leipzig aus geführt würden. IT-Bereich und Telekommunikation sollen dagegen in Oldenburg konzentriert werden. Diese Struktur hätte keine Auswirkung auf die Arbeitsplätze in Leipzig. (Quelle: LVZ, 17.09.2008)
  • Die kommunalen Anteilseigner kündigen den Konsortialvertrag mit EWE, das sich seinerseits Schadensersatzforderungen vorbehält, die sich aus Unterstützungsleistungen der letzten Jahre ergeben könnten. Die kommunalen Anteilseigner gehen davon aus, dass mit der Aufkündigung des Konsortialvertrags auch das Vorkaufsrecht von EWE erloschen ist. Rainer Otto, GF der Stadtwerke Erfurt und Sprecher der kommunalen Gesellschafter, möchte den Anteil der Kommunen von derzeit 26% auf 30% aufstocken. (Quelle: LVZ, 03+06.09.2008)
  • Die kommunalen Anteilseigner rufen die BASF und Gazprom auf, sie "in der Auseinandersetzung um die Macht in dem ostdeutschen Gasversorger" zu unterstützen. (Quelle: LVZ, 26.08.2008)
  • Ost-West-Konflikt um die Leipziger VNG - Leipziger Ferngasgesellschaft vielfach begehrt: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/;art271,2598967
  • Leipzig hat gegen den Anteilsverkauf der Stadtwerke Jena-Pößneck an EWE Klage eingereicht. (Quelle: LVZ, 04.07.2008)
  • Ulrich Blum, Leiter des IWH Halle, äußert sich in einem halbseitigen Aufsatz zum "VNG-Streitfall" und sieht das Wirtschaftsministerium in der Pflicht, die Ministererlaubnis aus dem Jahr 2002 durchzusetzen, mit der sich der Minister damals über die Entscheidung der Kartellbehörde sowie der Monopolkommission hinwegsetzte, die die Übernahme von Ruhrgas durch E.on verhindern wollten. Blum sieht die Gefahr, dass EWE, wenn es die Kontrolle über VNG erlangt, dies früher oder später an einen strategischen Investor verkauft. Hier wird vor allem Gazprom interessiert sein, womit die Wettbewerbssituation am deutschen Gasmarkt weiter eingeschränkt würde. (Quelle: LVZ, 30.06.2008)
  • VNG baut seine Kontakte zu Spigas und Blueenergy aus, um das Italiengeschäft deutlich voranzubringen. Wichtigster Partner in Italien bleibe aber die Hera-Gruppe, mit der das Joint Venture Flame Energy betrieben wird. "Italien ist nach Polen unser wichtigster Auslandsmarkt". Weiter unterzeichnete VNG mit dem deutsch-russischen Gemeinschaftsunternehmen Wintershall Erdgas Handelshaus WIEH eine Absichtserklärung über Bereitstellung weiterer 17 Mrd. m^3 Erdgas aus Russland. Bisher sah die Vereinbarung für den zeitraum 2014 bis 2030 eine Liefermenge von 90 Mrd. m^3 Erdgas vor. (Quelle: LVZ, 25.06.2008)
  • Gazprom und Wintershall vereinbaren Gaslieferungen von 500 Mrd. m^3 für die nächsten 35 Jahre. Ein entsprechender Vertrag wurde zwischen Holst (Wintershall und VNG-Chef) und Gazprom-Chef Miller in Leipzig unterzeichnet. Die Verträge sind mit der Wintershall Erdgas Handelshaus geschlossen. Beide Anteilseigner sprachen sich für ein schnelles Ende des aktuellen Tauziehens um VNG aus. (Quelle: LVZ, 12.06.2008)
  • Verschiedene Akteure auf Bundesebene wollen erreichen, dass die Sperrminorität der ostdeutschen Kommunen und so die Eigenständigkeit von VNG erhalten bleibt, betont Rainer Wendt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Hier sei das Wirtschaftsministerium gefragt, was CDU-Staatssekretär Hartmut Schauerte dem Wirtschaftsausschuss auch zugesichert habe. Von Lösungsvorschlägen des BMWi sei aber noch nichts zu erkennen. (Quelle: LVZ, 09.06.2008)
  • Der Aufsichtsrat der LVV hat den Vorstand zu einer Klage in Sachen Anteilsverkauf von Jena-Pößneck an EWE ermächtigt. Der Versuch von EWE-Chef Brinker, eine solche Entscheidung durch intensive Hintergrundgespräche mit CDU-Stadtrat Achminow und anderen LVV-Verantwortlichen zu verhindern, misslang. OBM Jung hat ein Gespräch mit Brinker mehrfach abgelehnt. (Quelle: LVZ, 24.05.2008)
  • Auch Leipzig prüft die Option, gegen den Anteilsverkauf von Jena-Pößneck an EWE juristisch vorzugehen. Ein Sprecher von EWE erklärte zum Thema Holding mit Sitz in Potsdam, dass "dies an Bedingungen geknüpft gewesen sei, die so nicht eingetreten seien". (Quelle: LVZ, 22.05.2008)
  • VNG-Chef Holst stellt die Bilanz für 2007 vor. Der Umsatzrückgang trotz steigendem Lieferumfang wird neben niedrigeren Verkaufspreisen (!) durch Änderungen in der Verrechnung der Erdgassteuer begründet, die nun aus der Umsatzermittlung herausfalle. Im aktuellen Streit unter den Anteilseignern sieht Holst Zusagen von EWE und VNG an die Politik zur Schaffung einer gemeinsamen Holding mit Sitz in Potsdam nicht eingelöst. In Zukunft seien jährliche Investitionen von etwa 75 Mill. Euro - vor allem in Finanzbeteiligungen - vorgesehen. Außerdem soll die Eigenproduktion von Erdgas auf fünf Feldern vor Norwegen ausgebaut werden, um die Importquote zu senken. (Quelle: LVZ, 21.05.2008)
  • Die ostdeutschen Ministerpräsidenten wollen sich in den Streit der Anteilseigner einmischen und dafür sorgen, dass die VNG-Konzernzentrale in Ostdeutschland bleibt. Fraktionsübergreifend planen die Oppositionsparteien im Bundestag eine Anhörung zum Stand der Umsetzung der Ministererlaubnis aus 2002, die damals "aus nationalem Interesse" (Alfred Tacke, SPD, ehem. Wirtschaftsstaatssekretär) erteilt wurde. In einer zu schaffenden gemeinsamen Holding mit Sitz in Potsdam sollten EWE und VNG zusammengeführt werden; EWE sollte für das Stromgeschäft, VNG für das Gasgeschäft zuständig sein. EWE habe aber "nichts unternommen, um VNG als wirksamen Wettbewerber von Ruhrgas auf dem Ferngasmarkt oder als strategischen Partner auf andere Weise zu fördern", so Kurt Biedenkopf in einem 2007 erstellten Gutachten. Auch auf die Differenzen zwischen VNG und EWE im Bieterverfahren um die SWL-Anteile wird hingewiesen. Die Wiederherstellung des beherrschenden Einflusses von EWE auf VNG sei für EWE eine Grundvoraussetzung, um selbst strategische Investoren zur eigenen Konsolidierung zu gewinnen. Ostdeutsche MdBs und Rainer Brüderle erwarten, dass in einem solchen Fall die VNG-Zentrale früher oder später in den Westen verlagert würde. (Quelle: LVZ, 20.05.2008)
  • EWE-Chef Brinker betont auf der Bilanzpressekonferenz von EWE noch einmal das Interesse, den Einfluss auf VNG zurückzugewinnen, und sieht sich hier auf einer Linie mit der Ministererlaubnis aus dem Jahr 2002. Dort werde dem "strategischen Investor", als der sich EWE immer gesehen hat, eine solche konsolidierende Rolle zugeordnet. Diesem stehe ab 2009 ein Vorkaufsrecht für Anteile zu, die von Kommunen veräußert werden. Ein entsprechender Vertrag mit den Stadtwerken Jena-Pößneck sei bereits unterzeichnet. (Quelle: LVZ, 30.04.2008)
    • In einem Kommentar von B.Schöppenthau wird die Leistungsfähigkeit von EWE mit Hinweis auf die deutlich schlechtere Bilanz in 2007 im Vergleich zu 2006 hingewiesen. Offensichtlich versteht die Kommentatorin nicht, was die Herausnahme aus der Konsolidierung bilanztechnisch bedeutet. --hgg 07:56, 30. Apr. 2008 (CEST)
  • Verschiedene Abgeordnete aus der SPD fordern wie Manfred Kolbe, MdB der CDU, die Bedingung aus der ministeriellen Sondergenehmigung aus 2002 umzusetzen und VNG weiter zum ernsthaften Konkurrenten von Eon, RWE, Vattenfall und EnBW aufzubauen. "Deshalb müssen die einschlägigen Verträge und Vereinbarungen von der Treuhandgesellschaft, die die Anteile an der VNG hält, offen gelegt werden, um die Kriterien für die Auflösung der Sperrminorität beurteilen zu können" fordert Fornahl, MdB der SPD. (Quelle: LVZ, 26.04.2008)
    • Wieso eigentlich nicht EWE zu einem solchen Konkurrenten aufbauen? Wieso hat Herr Fornahl Probleme, diese Verträge einzusehen, die ja auch die Stadt Leipzig unterzeichnet haben muss? --hgg 29. Apr. 2008
  • EWE rechnet mit weiteren Verkäufen kommunaler Anteile, da die Haltefrist Ende 2008 ausläuft. (Quelle: LVZ, 25.04.2008)
  • Die VuB zieht gegen den direkten Anteilsverkauf der Stadtwerke Jena-Pößneck an EWE vor Gericht. (Quelle: LVZ, 22.04.2008)
  • EWE ist auf der Suche nach weiteren Anteilen offensichtlich bei der Kommune Jena (etwa 1%) fündig geworden. Auch mit Halle (3.66$ der ANteile) werden Gespräche geführt. Die Mehrheit der VuB-Mitglieder moniert, dass die Thüringer den anderen Mitgliedern des kommunalen Verbands ihr Vorkaufsrecht verwehrt haben. Wenn EWE die Mehrheit erringt, dann besteht die Gefahr, dass der Firmensitz aus Leipzig abwandert und ein weiterer großer Gewerbesteuerzahler ausfällt. (Quelle: LVZ, 08.04.2008)
  • VNG baut sein Italien-Geschäft aus und hat dazu 40.5% an Spigas Ligurien übernommen. Damit können in Zukunft Großabnehmer wie Blueenergy in Campoformido (Großversorger mit 65.000 Endkunden, an dem VNG ebenfalls beteiligt ist) beliefert werden. (Quelle: LVZ, 20.02.2008)
  • Holst ist bis 2010 als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Damit ist die personelle Entflechtung von EWE befestigt. (Quelle: LVZ, 06.12.2007)
  • Experten schätzen, dass von VNG über Gewinnausschüttungen, Auftragsvergabe, Steuern, Sponsoring, Spenden, Kaufkraft der Mitarbeiter jährlich 100 Mill. Euro in die Stadt fließen. (Quelle: LVZ, 13.11.2007)
  • VNG hat über 800 Beschäftigte, seinen Konzernsitz in Leipzig und tritt als großzügiger Sport- und Kultursponsor auf. (Quelle: LVZ, 12.11.2007)
  • Eine Lösung des Konflikts zwischen EWE und den kommunalen Anteilseignern insbesondere aus Erfurt und Chemnitz scheinen ausgeschlossen. Die kommunalen Anteilseigner halten etwa 25% der VNG-Anteile. (Quelle: LVZ, 02.08.2007)
  • In einem längeren Artikel informiert die LVZ über die Geschichte es Engagements von EWE in Leipzig. Dieses geht darauf zurück, dass unter Wirtschaftsminister Clements EWE mit einer Sondergenehmigung grünes Licht für einen Einstieg bei VNG bekam, um EWE als fünfte Kraft neben den Branchenriesen des deutschen Energiemarkts Eon, RWE, Vattenfall und EnBW zu stärken. Die Sondergenehmigung war Teil eines Pakets, um Eon die Übernahme des privaten Marktführers Ruhrgas zu ermöglichen, gegen die das Bundeskartellamt Einspruch eingelegt hatte. Das BMWi hob diese Entscheidung auf mit der Maßgabe, dass sich Ruhrgas von seiner VNG-Beteiligung zu trennen habe. Diese Anteile gingen an die EWE, die seitdem etwa 48% der Anteile an der VNG hält. Es wird vermutet, dass Wintershall und Gazprom mit dem Ausbooten von EWE-Chef Brinker als Aufsichtsratschef der VNG im Frühjahr 2007 versuchen, die VNG unter ihre Kontrolle zu bekommen. Offensichtlich erfahren sie dabei Unterstützung von den etwa 26% kommunalen Anteilseignern. Letztere werfen EWE vor, diese betreibe eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Interessenpolitik, die das proklamierte Ziel, eine gemeinsame Holding in den neuen Ländern zu etablieren, bewusst unterlaufe. (Quelle: LVZ, 06.08.2007)
  • VNG ist zunehmend international aufgestellt durch Zusammenarbeit mit Gazprom sowie Einstieg in die Gasförderung in Norwegen. (Quelle: LVZ, 19.07.2007)
  • EWE-Chef Brinker bekräftigt, dass das Engagement bei VNG nicht zur Disposition steht. (Quelle: LVZ, 21.06.2007)
  • EWE hat unabhängig von der Bietergemeinschaft VNG/SachsenLB ein eigenes Angebot für die SWL-Anteile abgegeben, was zu erheblichen Zerwürfnissen in den Aufsichtsgremien geführt hat. Das Angebot wurde später zurückgezogen. Hintergrund ist ein Machtkampf zwischen EWE und der BASF-Tochter Wintershall um den Einfluss auf die VNG. (Quelle: LVZ, 18.05.2007)
    • EWE-Chef Brinker, außerdem Präsident des Verbands der Elektrizitätswirtschaft, wurde überraschend nicht als VNG-Aufsichtsratschef wiedergewählt. Dies wurde mit der Unzufriedenheit der drei Vertreter der kommunalen Anteilseigner begründet, die Brinker vorwerfen, die Interessen des Leipziger Gashändlers zu vernachlässigen. Zusammen mit den Stimmen von Wintershall und den AN-Stimmen hatten sie gegen die 7 Stimmen von EWE die aktuellen Entscheidungen durchgesetzt. Neuer Aufsichtsratschef ist Wintershall-Chef Karsten Heuert, was den von Holst seit längerem vorangetriebenen Schulterschluss zwischen VNG und Wintershall weiter festigt.
    • Brinker versucht deshalb, mehr Einfluss auf die strategische Ausrichtung des VNG-Konzerns zu gewinnen. Würde EWE bei der SWL zum Zuge kommen, so hätten sie Zugriff auf die 5.5% VNG-Anteile der SWL und könnte dann die Mehrheitsverhältnisse zugunsten EWE festigen. Die EWE-Anteile an VNG wurden 2004 im Zuge der Kartellauflagen bei der Fusion von Eon und Ruhrgas erworben. Die Leipziger steuern etwa 50% zu den Umsätzen der EWE bei.
    • EWE-Chef Brinker stellt in einem Interview mit der LVZ klar, dass das Abstimmungsverhalten der drei kommunalen Vertreter gegen den Konsortialvertrag verstößt, den EWE im Zuge des Einstiegs 2004 mit den 12 an VNG beteiligten ostdeutschen Stadtwerken und der Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft abgeschlossen hat. Das Engagement von EWE hält sich strikt an das Strategiepapier VNG 2020, welches EWE gemeinsam mit der VuB und dem VNG-Vorstand entwickelt hat. Differenzen bestehen in der Einschätzung der Risiken anstehender großer Investitionen in die Gasförderung in der norwegischen Nordsee.
    • Dritter im Bunde der Auseinandersetzungen mit über 5% VNG-Anteilen ist Gazprom, derzeit im Schulterschluss mit Wintershall, die groß im deutschen Markt einsteigen wollen. Es bestehen langfristige Gaslieferverträge zwischen Gazprom, Wintershall und VNG. (Quelle: LVZ, 25.05.2007)
  • VNG und die Landesbank Sachsen haben sich zu einer Bietergemeinschaft für die SWL-Anteile zusammengeschlossen. VNG ist eines der größten ostdeutschen Unternehmen und hat seinen Firmensitz in Leipzig, ebenso die Sachsen LB. Beim Zuschlag wird ein Energie-Cluster (flexibles Netzwerk aus Firmen der Branche) entstehen, das der Region vielfältige Entwicklungsimpluse zu geben vermag. (Quelle: LVZ, 14.05.2007)
  • VNG organisiert eine Tübke-Ausstellung im Foyer der Geschäftsstelle in der Braunstraße 7 und unterstützt auch sonst die Kunst der "Leipziger Schule". (Quelle: Leipziger Amtsblatt, 31.03.2007)