Stadtbad

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Stadtbad-Stiftung:

  • Vorstand: Dirk Thärichen (Vorsitz), Thomas Fieberg, Thomas Flinth, Marko Mädge (Stand 10.2013)
  • Stiftungsrat: Andreas Lindner (Vorsitz), Volkmar Müller, Sigrid Zimmermann, Dr. Johannes Hähle, Dr. Christian Jonas, Dr. Lothar Tippach, Hans-Gerd Schirmer (Stand 10.2013)

Hintergrund

Das 1916 eröffnete Leipziger Stadtbad musste 2004 wegen substanzieller Baumängel geschlossen werden, eine Instandsetzung aus städtischen Mitteln war mit Blick auf die finanzielle Lage der Kommune nicht möglich. Deshalb sollte die Immobilie bereits 2004 - unter strengen Nutzungsauflagen - verkauft werden, ein Käufer fand sich jedoch nicht.

Auf dieser Basis wurde die Idee geboren, aus der KWL heraus mit Unterstützung aus der Leipziger Bürgerschaft über eine Stadtbad-Stiftung Finanzmittel für die Sanierung des Stadtbads zu sammeln. Die Stiftungs-Gründung und -Einführung wurde im Herbst 2006 über eine PR-"Herz"-Kampagne vorbereitet. Damit sollte eine private Übernahme verhindert und die historische Bausubstanz erhalten werden.

Grundstock des Stiftungskapitals war eine Spende der KWL über 300.000 Euro, bis 2013 kamen über 1.3 Mio Euro Spenden zusammen. 0.87 Mio Euro Stiftungsmittel und weitere 2.2 Mio Euro Fördermittel wurden für die Dachsanierung des Gebäudes und den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Turms investiert. (LVZ, 19.10.2013)

In einem Gutachten der Kannewischer Management AG, eines Schweizer Bäderexperten, wurden 2013 die Rahmenbedingungen einer Wiedereröffnung des Stadtbads als Stadtbad untersucht. Es wurden Baukosten in Höhe von 25 Mio Euro ermittelt, Zusatzkosten für ein Parkhaus von 1.3 Mio Euro und bei 311.000 Besuchern pro Jahr und einem Preis von 21 Euro für eine Tageskarte ist der operative Betrieb realistisch vorstellbar, wenn 13.5 Mio Euro der investierten Baukosten (die als Abschreibungslast zusätzlich zu erwirtschaften sind) als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden. (LVZ, 19.10.2013)

Presse

  • In einer Online-Petition wenden sich Leipziger Bürger gegen die Verkaufspläne der Stadt. (LVZ, 19.10.2013)
Das Grundstück hat eine Größe von ca. 4.880 m² und ist zum Mindestgebot von 500.000 € erwerbbar. (Quelle: leipzig.de)
In den Jahren 2010 und 2011 flossen insgesamt ca. drei Millionen Euro unter anderem in die Dachsanierung. Davon kamen ca. 2 Millionen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Eine Million Euro brachte das Engagement der Stiftung zusammen. (Quelle: Webseiten der Stiftung)
Mehr zur Vereinbarung mit der Förderstiftung Leipziger Stadtbad zur befristeten Besitzüberlassung des ehemaligen Stadtbads auf leipzig.de
  • Die Stadt sieht - nach Investition von über 3 Mio Euro Spenden und Fördergeldern - keine Perspektiven mehr für das "Experiment Bürgerbeteiligung Stadtbad" und will verkaufen. So wohl auch das Ergebnis eines 50.000 Euro teuren Gutachten. Dazu wird das Stadtbad auf der Münchner Immobilienmesse angeboten. (LVZ, 07.10.2013)
Übersicht über die Immobilien der Region, die Anfang Dezember 2013 in München versteigert werden.
  • Mit einer Tanznacht hat die Förderstiftung Stadtbad ein weiteres Mal das Haus für einen Tag geöffent, um es bekannter zu machen und Geld für die Rettung des maroden Gebäudes zu sammeln. Weitere "Badtage" sind für Mai, September und November vorgesehen. Im ersten Halbjahr 2009 soll ein Nutzungskonzept vorgelegt werden, auf dessen Basis dann ein Investor gesucht werden soll. Die Sanierung kostet mindestens 17-18 Mill. Euro und soll bis zum 100. Geburtstag des Bads im Jahr 2016 geschultert sein. (Quelle: LVZ, 16.02.2009)
  • Der Nutzungsvertrag soll bis Ende 2009 verlängert werden. Der Verein zahlt nur die Nebenkosten für Strom, Wasser, Abfall. Die Stadt zahlt u.a. Grundsteuer, Straßenreinigung und kommt für die Gebäudesicherungspflicht auf. Ein Investor wird noch immer gesucht, obwohl "festzustellen sei, dass am Gebäude großes Interesse herrsche". (Quelle: LVZ, 06.11.2008)
  • Stadt räumt dem Verein die Nutzungsrechte bis Ende 2008 ein. Damit das Bad für Veranstaltungen geöffnet werden kann, sind noch eine Reihe von Bausicherungsarbeiten erforderlich. Der Sanierungsaufwand liegt bei 15 bis 20 Mill. Euro, der durch Spenden und Sponsoring eingeworben werden soll. Bisher sind 450.000 Euro Spenden zusammengekommen. (Quelle: LVZ, 11.02.2008)
  • Der Grundstücksverkehrsausschuss stimmte einer Besitzüberlassung des Stadtbads an die Förderstiftung zu. (Quelle: LVZ, 27.11.2007)
  • Die Stadtbadstiftung, die sich in Trägerschaft der Sparkasse befindet, hat 400.000 Euro eingesammelt und hofft, im September 2007 den lange geforderten Nutzungsvertrag mit der Stadt endlich abschließen zu können. Erst wenn das geklärt ist, gehe das Spendensammeln richtig los. Die Sanierung kostet 15 bis 20 Mill. Euro, wovon ein großer Teil über Fördermittel aufgebracht werden soll. Thomas Demmer wurde im Zuge der Sparkassenaffäre als Vizevorsitzender der Stiftung entlassen. (Quelle: LVZ, 09.08.2007)
  • Mit Stadtratsbeschluss vom 19.07.2007 wird die Vermarktung des Stadtbads ausgesetzt und der Förderstiftung grünes Licht gegeben. (Quelle: LVZ, 20.07.2006)
  • Die Deutsche Wertbesitz AG hat ein offensichtlich wenig überzeugendes Konzept vorgelegt und ist auch aus dem Rennen, so dass die Förderstiftung Leipziger Stadtbad nun zum Zuge kommen soll, um das Bad mit Spendenmitteln zu rekonstruieren. Der Investitionsaufwand wird auf 18 bis 20 Mill. Euro geschätzt, bisher wurden 400.000 Euro an Spenden eingeworben. (Quelle: LVZ, 18.07.2007)
  • Die Deutsche Wertbesitz AG Berlin will das Stadtbad "wachküssen" und dort 20 Mill. Euro für den Umbau in ein Wellness-Hotel investieren, wenn die Stadt die Immobile verkauft. Im Rathaus soll das Konzept bis Anfang Juli 2007 geprüft werden. (Quelle: LVZ, 20.06.2007)
  • Bisher hat die Stiftung 57 000 Euro gesammelt. Sie möchte Eigentümer des Grundstücks werden, auch wenn die Zinsen des Stiftungskapitals derzeit nicht ausreichen, um den Unterhalt des Gebäudes zu bezahlen. Durch eine solche Umschreibung wäre auch eine deutliche Erhöhung des Spendenaufkommen zu erwarten. Auch die jüngste Ausschreibung hat zu keinem Kaufangebot geführt. (Quelle: LVZ, 15.02.2007)
  • Stiftungsdirektor Dirk Thärichen gibt seinen Posten weitgehend auf. Spendenaufkommen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: LVZ, 12.01.2007)
  • Wasserwerke küssen Stadtbad wach. Die LVZ berichtet in einer Reihe von Aufsätzen über Pläne, das Stadtbad mit Stiftungsgeldern in Höhe von 20 Mill. Euro unter Ägide der Wasserwerke Leipzig wieder zum Leben zu erwecken. Damit wird zugleich ein Beispiel geschaffen, dass Kommunalentwicklung auch anders möglich ist als durch Privatisierung und Anteilsverkauf an internationale Finanzjongleure. Diese wollten das Stadtbad allerdings gar nicht haben - jedenfalls hatte sich auf eine entsprechende Ausschreibung niemand mit einem ansprechenden Konzept gemeldet.
    Leipzig zahlte für den am 14. Juli 1916 eröffneten Prachtbau auf einem 4000 m^2 großen Grundstück an der Eutritzscher Straße seinerzeit 1,4 Mill. Reichsmark. Er ist eines der rrepräsentativsten Werke des Architekten und Stadtbaurats Otto Wilhelm Scharenberg (1851-1920).
    Durch die unmittelbare Nähe zum städtischen Elektrizitätswerk Nord sowie der Gasanstalt konnte bei der Konzipierung eine Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt und so auf eine eigene Dampfkesselanlage verzichtet werden. Eine grundlegende Rekonstruktion des Stadtbads fand bereits in den 80er Jahren statt. Auf Grund neuer baulischer Mängel in den Jahren 2002 und 2004 wurde das Stadtbad am 7.Juli 2004 baupolizeilich gesperrt und versank in einen Dornröschenschlaf.
    Die Wasserwerke rechnen mit einem Investitionsvolumen in der Größenordnung von 18 bis 20 Millionen Euro. Diese sollen durch eine Gemeinschaftsaktion von Unternehmen und Bürgern der Stadt Leipzig aufgebracht werden. Dazu wurde eine gemeinnützige Stiftung "Förderstiftung Leipziger Stadtbad" ins Leben gerufen, deren Stiftungsrat zunächst mit Johannes Hähle (CDU, ehem. Chef der Stadtratsfraktion), Lothar Tippach (Linkspartei, ehem. Chef der Stadtratsfraktion) und Andreas Schirmer (Geschäftsführer der KWL) mitarbeiten. Die endgültige Größe und Zusammensetzung des Rates steht noch nicht fest, da allen Großsponsoren angemessenes Mitspracherecht eingeräumt werden soll. Auch OBM Burkhard Jung sowie Medienvertreter wie Kristin Otto (ZDF), Wolfgang Kenntemich (MDR), Ulrich Milde (LVZ) und Christian Fischer (Bild Leipzig) unterstützen das Projekt. (Quelle: LVZ, 12.01.2007)