Buerger-pro-Uni.Pressearbeit

Aus LeipzigWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Home Buerger-pro-Uni


LVZ 03.06.2009

Die komplette Rede des Pfarrers Wolff, aus der die LVZ heute zitierte:


PM der BI zur Rede

Ohne Kommentar

Presseerklärung der Bürgerinitiative >Pro-Uni< zur Rede Pfarrer Wolffs zum 41. Jahrestages der Sprengung der Paulinerkirche.

Die Bürgerinitiative >pro Uni< hat in ihrem Treffen am 3. Juni über die am gleichen Tag in LVZ und LVZ-online veröffentlichte Rede Pfarrer Wolffs, die er anlässlich des 41. Jahrestages der Sprengung der Paulinerkirche auf dem Augustus-Platz gehalten hat, gesprochen.

Da sie zu der Auffassung gelangte, dass fehlerhafter Inhalt, Unmäßigkeit des Tons und Diffamierungen ein Maß erreicht haben, das eine Auseinandersetzung und Kommentierung nicht mehr möglich (und nötig) macht, wird die ungekürzte Rede von der LVZ übernommen und schnell und weitgehend unkommentiert interessierten Leipzigern auf der Hompage der Bürgerinitiative unter www.buerger-pro-uni.de ebenfalls zur Kenntnis gebracht.

Das beklagte Fehlen offizieller Vertreter von Universität und Stadt auf dieser Veranstaltung, die sicher schon ahnten, was da an Zumutungen auf sie zukommen würde, erscheint so im Nachhinein ausgesprochen verständlich.

J. Schroth


Leipzig, 23.10.2008

PRESSEINFORMATION

Bürgerinitiative „Für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig“ gegründet


„Das darf doch nicht wahr sein“, denken und meinen mit Sicherheit viele Leipziger angesichts der emotionalisierten Diskussionen um die Glaswand zwischen Aula und Andachtsraum im neu entstehenden Paulinum der Universität sowie der Attacken auf Rektor Prof. Häuser. Und da es „…nichts Gutes, außer man tut es“ gibt, ergriffen einige die Initiative und luden zu einer öffentlichen Diskussion am Mittwoch Abend ein. 26 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen und beschlossen die Gründung der Bürgerinitiative „Für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig“. Sie wollen jenen Leipzigern eine Stimme geben die sich gegen eine Umdeutung und Umnutzung des Paulinums zu einer Kirche wehren und sie ermuntern aktiv zu werden. Eine Universität, die den Anspruch erhebt weltoffen zu sein, hat Gläubigen unterschiedlicher Religionen und Menschen mit atheistischen Weltanschauungen gegenüber neutral zu sein, wie dies auch die Unterstützer der Bürgerinitiative selbst leben. Eine autonome Universität muss das Recht haben, unbeeinflusst darüber zu entscheiden, welche Art von Veranstaltungen in Ihren Räumlichkeiten stattfinden.

In der Diskussion unterstützen deshalb zahlreiche Teilnehmer die am 14. Oktober vom Senat der Universität beschlossenen Resolution gegen die Versuche, den in vielen Debatten und nach mehreren Jahren gefundenen Kompromiss zur Nutzung und Funktion sowie des Namens Paulinum rückgängig zu machen und fordern die Bürgerinnen und Bürger Leipzigs auf, die Resolution mit zu unterzeichnen. Unverständnis rufen auch die Versuche staatlicher Funktionsträger hervor, die die verfassungsrechtliche Trennung von Staat und Kirche in Frage stellen. Sie unterstrichen, dass die Universität historische Lehren gezogen hat und dass die als Folge der friedlichen Revolution von 1989 gewonnenen Autonomie und Freiheit entschieden, gegen Versuche der Instrumentalisierung oder ideologischen Vereinnahmung jedweder Art verteidigt wird. Die Bürgerinitiative möchte zu einer Versachlichung der sehr emotional und mitunter intolerant geführten Debatten beitragen.

Sie lädt alle Leipziger, die mit den Zielen der Initiative einverstanden sind, zum Mitmachen ein. Informationen dazu erhalten sie unter ((hier))

www.Buerger-pro-Uni.de

Johannes Schroth. T.: 0341-56 14 676 / hannes.schroth [at] web.de


Leipzig, 17.12.2008:

Pressemitteilung der Bürgerinitiative >Für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig<

Mit Genugtuung nimmt die Bürgerinitiative >Pro-Uni< zur Kenntnis, dass der von der Universität verteidigte planerische Status, nämlich das Paulinum mit dem Kernstück der großen Aula zu angemessenen Teilen zu trennen, erhalten bleibt. Der Neubau, der am Augustusplatz auf dem Grundriss der gesprengten Paulinerkirche entsteht, heißt weiter Paulinum. Unter seinem Dach finden Fakultäten und Institute, die große Aula und der kirchliche Raum Platz. An dieser lange entwickelten Lösung konnte auch W. Thierse nicht rütteln, der in letzter Minute mit völliger Unkenntnis der Umstände in die Debatte polterte. Wir begrüßen weiterhin, dass die Entscheidung über den Einbau der funktionell, akustisch und ökonomisch erforderlichen und auch sinnstiftenden Glaswand beim Bauherrn belassen wird.

Mit Sorge um die Haltbarkeit des Kompromisses nimmt die Bürgerinitiative auf, dass möglicherweise wichtige Probleme aus der öffentlichen Debatte herausgenommen werden sollen. Vorbehaltlich einer Erörterung in ihrem Plenum am 18. 12. sieht die BI deshalb eine ihrer künftigen Aufgaben darin, den weiteren planerischen Prozess kritisch zu begleiten und zu kommentieren.

Die BI hat sich vorwiegend aus dem Anlass entwickelt, einer konkreten Gefährdung universitärer Autonomie und gebotener weltlicher Neutralität zu begegnen. Im Laufe der Diskussionen registrieren wir, dass das Bedürfnis gewachsen ist, sich allgemein zur Rolle der Religionen und Kirchen in der Gesellschaft zu äußern.

Zur Erörterung aller Aspekte und darüber, wie es weiter gehen soll, trifft sich die Bürgerinitiative am 18.12.08 19.00 h im >Volkshaus<, Karl-Liebknecht-Straße 30-32 und lädt dazu alle Interessierten ein.


Pressemitteilung der Bürgerinitiative >Für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig<

Leipzig, 20.02.2009

Bürger Pro Uni verteidigen >Harms-Kompromisse<

Mit einem Schreiben an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich vom 30. Januar stellt sich der Paulinerverein erneut gegen den vom Land Sachsen, der Universität Leipzig und der Landeskirche gefundenen Kompromiss zum Neubau am Augustusplatz und fordert ihn somit zur Einmischung auf. Die Bürgerinitiative >Für eine weltoffene, weltliche und autonome Universität Leipzig< mahnt, dass das Paulinum kein Nachfolgebau der Universitätskirche St. Pauli ist. Sie bekräftigt in einem eigenen Schreiben an den Ministerpräsidenten, dass es sich beim zentralen Bau des Neuen Campus' um ein multifunktionales Universitätsgebäude handelt. Wie von Beginn an geplant, erinnert es in seiner Gestalt an die historische Kirche, vereint jedoch unter seinem Dach Fakultäten, die Aula, den Andachtsraum mit den Kunstschätzen der Universität. Somit kann und soll das Paulinum keine Kirche sein. (Die sachlichen Argumente zur vollständig sakralen Gestaltung des Erdgeschosses sind ausgetauscht, die Entscheidung des Bauherren ist mit Ausschreibung der Glaswand gefallen. Alle sollten sich jetzt auf die Überwindung der Schwierigkeiten, die einer rechtzeitigen Fertigstellung entgegenstehen, konzentrieren. )

Jana Adler Johannes Schroth

www.buerger-pro-uni.de

Siehe LVZ am 03.03.2009, S. 17.