APRIL.Argumente.Energiemix

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Zusammensetzung des angebotenen Stroms

Nach § 42 Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005 müssen die Stromlieferanten Auskunft geben über die Zusammensetzung des gelieferten Stroms. Die folgenden Angaben habe ich meiner Stromrechnung der SWL entnommen. Seit 2010 wird dort die Eigenerzeugung nicht mehr separat ausgewiesen. --HGG

Stadtwerke Leipzig

  • 15% Kernenergie, 62% fossile Energie, 23% erneuerbare Energien (2011)
  • 18% Kernenergie, 64% fossile Energie, 22% erneuerbare Energien (2010)
  • 19% Kernenergie, 56% fossile Energie (davon 29% eigene Erzeugung), 25% erneuerbare Energien (2009)
  • 20% Kernenergie, 51% fossile Energie (davon 18% eigene Erzeugung), 29% erneuerbare Energien (2008)
  • 21% Kernenergie, 55% fossile Energie (davon 18% eigene Erzeugung), 24% erneuerbare Energien (2007)
  • 26% Kernenergie, 57% fossile Energie (davon 23% eigene Erzeugung), 17% erneuerbare Energien (2006)
  • 24% Kernenergie, 61% fossile Energie (davon 24% eigene Erzeugung), 15% erneuerbare Energien (2005)
  • 30% Kernenergie, 57% fossile Energie (davon 24% eigene Erzeugung), 13% erneuerbare Energien (2004)

Bundesdurchschnitt

  • 18% Kernenergie, 61% fossile Energie, 21% erneuerbare Energien (2011)
  • 25% Kernenergie, 57% fossile Energie, 18% erneuerbare Energien (2010)
  • 25% Kernenergie, 58% fossile Energie, 17% erneuerbare Energien (2009)
  • 25% Kernenergie, 59% fossile Energie, 16% erneuerbare Energien (2008)
  • 24% Kernenergie, 61% fossile Energie, 15% erneuerbare Energien (2007)
  • 29% Kernenergie, 59% fossile Energie, 12% erneuerbare Energien (2006)
  • 29% Kernenergie, 60% fossile Energie, 11% erneuerbare Energien (2005)
  • 30% Kernenergie, 60% fossile Energie, 10% erneuerbare Energien (2004)

Energieversorgung und Versorgungssicherheit - Stadtwerke Leipzig

Woher kommt die Energie, die von den Stadtwerken ins Netz gespeist wird? (Zusammenstellung A. Dröse, August 2007)

Wichtigster Posten der Eigenerzeugung ist die Gas- und Dampfturbinenanlage (Energieträger Gas/Öl, 175 MW Strom, 180 MW Wärme) in Eutritzsch, die in klimaschonender Kraft-Wärme-Kopplung einen Wirkungsgrad von 87% erreicht. Wegen der schnellen Verfügbarkeit der Anlage kann sie als Puffer bei Lastschwankungen eingesetzt werden. Weitere Heizwerke zur Fernwärmeversorgung (256 MW Wärme, 80 MW Wärme) arbeiten auf Erdgasbasis.

Die größte Menge Energie beziehen die SWL vom Kraftwerk Lippendorf (Leistung 1864 MW Strom, 320 MW Wärme) bezogen, das auf Braunkohlenbasis arbeitet und mit dem ein Jahresliefervertrag über 1 Mrd. kWh (entspricht einer durchschnittlichen Leistung von 120 MW) besteht.

Strom und Wärme werden nicht kontinuierlich benötigt und abgenommen. Für die Versorgungssicherheit ist insbesondere die Spitzenlast relevant. Der Leipziger Spitzenbedarf liegt bei 260-290 MW Strom und 550-750 MW Wärme. Davon stehen SWL-Kapazitäten für 60% Strom und 70-80% Wärme aus eigener Produktion bereit, der Rest ist durch stabile Verträge mit Lippendorf abgesichert, so dass die Leipziger auch unter extremen Witterungsbedingungen wenig zu befürchten haben.

Stromerzeugung in der Region und der geplante Neubau eines Kraftwerks am Standort Profen

Mit der Übernahme der Mibrag durch die CEZ-Gruppe gewinnt die Ausdehnung der Braunkohleförderung im Leipziger Süden und der Neubau eines Kraftwerks Profen mit geringerer CO_2-Emmission und höherem Wirkungsgrad als Ersatz für alte Mibrag-Kraftwerke in Deuben und Mumsdorf. Dieser Neubau ist Voraussetzung dafür, dass der Tagebau Profen zu Ende geführt und anschließend das Feld Lützen neu aufgeschlossen werden kann. Die CEZ-Tochter Severoceske doliny ist im tschechischen Braunkohleabbau aktiv und baut ein vergleichbares Kraftwerk in Tschechien. (Quelle: LVZ, 26.02.2009)

Quelle: Leipziger Internet Zeitung, 13.02.2009

... Sämtliche Klimaschutzziele der Stadt, die im täglichen Prozedere sowieso schon wie welke Mauerblümchen wirken, wären dann Makulatur.
Und so fragt denn Roland Quester (parteiloser Stadtrat für die Grünen) den Oberbürgermeister unter anderem: „Strebt die Stadt Leipzig (über die Stadtwerke) eine Beteiligung am von der MIBRAG geplanten Braunkohlekraftwerk Profen an? Was hat die Stadt bisher unternommen, um eine Beteiligung zu befördern oder auszuschließen und welche inhaltlichen Erwägungen sind in das Handeln der Stadt und ihrer Unternehmen bisher eingeflossen?" ...
  • Die Mibrag plant den Bau eines neuen Kohlekraftwerks mit 600 MW Leistung bei Profen, wofür ein Investorenmix gewonnen werden soll, um die erforderlichen Kosten dieser "Milliardeninvestition" zu stemmen. OBM Jung und RP Steinbach dringen darauf, dass sich auch die Stadtwerke Leipzig an der Finanzierung beteiligen, um auf diese Weise die Abhängigkeit der Region von Energieimporten zu verringern. Die Mibrag ist an den Neubau interessiert, um die drei Alt-Kraftwerke in Wählitz, Deuben und Mumsdorf zu schließen, für die aktuell CO_2-Zertifikate hinzugekauft werden müssten, wenn nicht auf Grund einer Ausnahmegenehmigung bis 2012 ein neues Kraftwerk am Standort Profen entsteht. Der Bau des Kraftwerks ist in der Region umstritten. Insbesondere die Grünen fordern einen schnelleren Ausstieg aus der Kohle und Umstieg auf regenerative Energien. Große Energiekonzerne wie Eon und EnBW haben nach anfänglichem Interessen das Projekt bereits wieder fallen gelassen. (Quelle: LVZ, 07.11.2008)