MINT.2019-11-12

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MINT

Zurück von großer Fahrt

Nachdem das Projektzentrum Rabutz nach 15-jähriger erfolgreicher Zusammenarbeit mit MILSET, der größten MINT-Jugendorganisation der Welt, und nach 5-jähriger erfolgreicher Partnerschaft am 20.08.2019 zur Generalversammlung von MILSET-Europa in Sofia in die große MILSET-Familie aufgenommen wurde, fuhren wir schon eine Woche später als Vollmitglied zur Weltausstellung nach Abu Dhabi.

Dort stellten 2000 Jugendliche aus 50 Ländern der Erde 600 interessante Exponate aus und erläuterten diese in Englisch. Besonders beeindruckend war die herrliche Atmosphäre. Jugendliche aus Ländern, deren Politiker sich gegenseitig mit Krieg drohen, erläuterten sich ihre Arbeiten, feierten miteinander und alle vertrugen sich. Das ist das Wesen der MILSET-Familie. Als bekannt wurde, dass ein Kosmonaut aus den Vereinigten Emiraten mit einer russischen Rakete zur ISS geflogen ist, wurden beide Delegationen herzlich beglückwünscht.

Bei einer Begegnung unserer Gruppe mit den rumänischen Teilnehmern wurden wir offiziell zur nächsten ESE nach Rumänien eingeladen. Wir nahmen natürlich freudig an und berieten bereits, welches Exponat wir ausstellen werden.

Wir stellten in Abu Dhabi zwei Exponate aus:

1. Die Formel E als das Projekt für technikinteressierte Mädchen und Jungen. Dieses Projekt stellten wir mit einem selbst gedrehten Video und aussagekräftigen Plakaten vor.

2. Unseren selbst entwickelten Transportroboter. Dieser Transportroboter findet seinen Weg mit drei Reflexions-Lichtschranken allein, die Transportobjekte greift er pneumatisch.

Aber erst einmal musste hart gearbeitet werden, der Kranaufsatz konnte nicht mehr bewegt werden, der Winkelgeber (ein Potentiometer) hatte eine gebrochene Welle. Der Aufsatz musste fest auf dem Fahrwerk montiert und dann das Ganze neu programmiert werden, alle Drehungen des Kranes mussten ja jetzt mit dem Fahrwerk durchgeführt werden.

Am letzten Tag besuchte uns MILSET-Präsident Roberto Hidalgo und war sehr beeindruckt von unseren Exponaten.

Jose, der Leiter der nächsten ESI in Mexiko interessierte sich besonders für das Exponat Transportroboter. Besonders interessant war für ihn, dass wir das Gerät mit einem ganz normalen Metallbaukasten konstruiert haben. Natürlich ist das besonders gut möglich mit den Baukästen der Thüringer Firma Eitech. Diese Baukästen verfügen nur ganz wenig über halbfertige Baugruppen und sind damit für kreative Arbeit besonders gut geeignet. Die erforderliche Steuer-Platine auf Arduino-Basis wird ebenfalls von Eitech geliefert.

Präsident Roberto Hidalgo nahm sich für ausführliche Gespräche mit uns viel Zeit.

Er war sehr erfreut als wir ihm sagten: „Gerne nehmen wir die Einladung zur ESI 2021 nach Mexiko an“. Als wir dann noch darüber berichteten, dass wir drei Formel E Flitzer im Maßstab 1:10 mitbringen und diese dann von den anderen Teilnehmern mit Funksteuerung gefahren werden können, war schnell entschieden, dass die Mexikaner unseren Parcours im Maßstab 1:10 nachbauen und so das Rabutzer Projekt in Mexiko im Kleinen entsteht. Da dieses Projekt durch den VITW getragen wird und die Markenrechte beim VITW liegen, können sich Jugendprojekte jederzeit kostenlos einbringen und unsere Erfahrungen nutzen.

Das war für Präsident Roberto auch deshalb sehr wichtig, weil unsere Präsentation zur ESI 2021 eine wichtige Anregung für andere Gruppen sein soll. Unter seiner Leitung arbeiten in 5 Kontinenten (Nord- und Südamerika, Afrika, Europa und Asien) Jugendvereine und Clubs an MINT-Projekten, und wenn es gelingt, einige davon für Formel E zu gewinnen, wäre das ein guter Beitrag zum Klimaschutz.

Für die Rabutzer gab es aber danach noch keine Ruhe. Am Donnerstag, dem 03.10.2019 begann der Aufbau des Standes auf der Hobby-Messe in Leipzig. Dort wurde der Roboter vorgestellt. Darüber hinaus führten wir für Schulen Workshops durch, dazu bekamen wir von Eitech 30 Baukästen, und jeder Schüler, der ein Modell richtig fertig gestellt hat, nahm das Modell und den Baukasten mit nach Hause. Übrigens wird der Transportroboter noch diesen Monat bei „Jugend forscht“ eingereicht.

Dr. Elk Messerschmidt, 12.11.2019