FBL.2012-06-25

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Forum Bürgerstadt Leipzig

Liebe Mitglieder des Forums Bürgerstadt Leipzig,

zu unserem nächsten Forum am

25. Juni 2012, 16:30 Uhr wie immer in der Volkshochschule, Löhrstraße 3-7, 04105 Leipzig

mit dem Schwerpunktthema

Bildung für Jung und Alt

möchte ich Sie herzlich einladen.

Wir spannen einen Bogen über Bildungs- und Beratungsnetzwerke (Lernen vor Ort und MINT) zur Mentorenarbeit für die Erleichterung des Berufseinstiegs Jugendlicher bis hin zur begleitenden Unterstützung von Erwachsenen zur Alphabetisierung und Grundbildung. Es gibt Einstiegsimpuls und viel gemeinsamen Diskussionsstoff zu den Potentiale in die Aufgaben einzusteigen, mitzuwirken und mit vereinten Kräften zusammenzuarbeiten.

Daneben sind alle weiteren Engagement- und Beteiligungsprojekte von Ihnen höchst willkommen.

Alle sind herzlich eingeladen!!!

Ralph Keppler, Referent im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und des Stadtrates

Überlegungen zum Programm

Es werden folgende Themenblöcke im Forum vorgestellt:

1. MINT-Aktivitäten in der Region Leipzig: MINT-Netzwerk Leipzig und Inspirata (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) -> Prof. Dr. Gräbe (Vorstellung und Diskussion 30 min)

mit den Zielen ehrenamtliche Mitstreiter zu finden sowie auf die Projekte aufmerksam zu machen und Kontakte in der Verwaltung und dem Stadtrat zu gewinnen.

2. A) Alphabetisierung und Grundbildung - ein Projekt an der VHS Leipzig -> Frau Fiebiger (Vorstellung und Diskussion 20 min)

mit dem Ziel, auf die Problematik der Alphabetisierung und auf die fehlenden finanziellen Unterstützung hinzuweisen sowie Kontakte zu knüpfen und Interessierte und Unterstützer zu werben.

2. B) Modellversuch "Joblinge Leipzig" -> Herr Häussler (Vorstellung und Diskussion 30 min)

Vorstellung des seit Jan 2012 auch in Leipzig laufenden Projekts mit dem Ziel Kontakte zu knüpfen und Interessierte als Mentoren und/oder Kursleiter zu gewinnen.

3. Lernen vor Ort -> Vorstellung des Programms insbesondere mit Bezug auf die Bildung/Bildungsorte für Erwachsene durch Frau Otto (Vorstellung und Diskussion 20 min)

Vorstellung der Maßnahmen Bildungsberatung und Bildungsorte für Erwachsene mit dem Ziel das Netzwerk weiter auszubauen und auf die Projekte hinzuweisen.

Mehr zu den Themen:

  • MINT-Netzwerk, siehe weiter unten
  • Lernen vor Ort
  • Joblinge: Webseiten der Bundesinitiative, Joblinge gAG Leipzig
    • leipzig.de, 16.04.2012 - Joblinge: Initiative bietet Leipziger Jugendlichen Anschluss an Arbeitswelt
    • JOBLINGE, eine gemeinsame Initiative der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group, feierte heute die offizielle Eröffnung des Standortes Leipzig. Damit erhalten in Leipzig zukünftig pro Jahr rund 60 gering qualifizierte Jugendliche die Möglichkeit einer dauerhaften Eingliederung in die Arbeitswelt. Neben weiteren Partnern der Initiative aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unterstützt auch das Leipziger Werk der BMW Group das Projekt aktiv. (Quelle: www.press.bmwgroup.com, 02.04.2012)
    • leipzig.de, 15.12.2011 - Joblinge haben neuen Chef
    • Mit der Gründung der „Joblinge“ gemeinnützige Aktiengesellschaft in Leipzig weiten die Eberhard von Kuenheim Stiftung von BMW und die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group gemeinsam mit ihren Partnern ihre Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit weiter aus. Die BMW Group ist als Aktionär mit seinen Werken Dingolfing, Regensburg, München, Berlin, und Leipzig damit an vier Standorten des gemeinnützigen Projekts zur Förderung benachteiligter Jugendlicher eingebunden. (Quelle: http://www.umweltdialog.de, 03.11.2011)

Präsentation des MINT-Netzwerks:

  1. Die Inspirata als anerkannter außerschulischer MINT-Ort in Leipzig (Frau Petzschler)
  2. "Uns gehen die Fachkräfte aus" - die Bundesinitiative "MINT - Zukunft schaffen" (Prof. Gräbe, Folien)
    1. Das MINT-Meter
    2. Die MINT-Lücke nach Fachgebieten
    3. Das MINT-Netzwerk Leipzig
    4. Das MINT-Plenum am 29.06.2012
  3. Die Bedeutung von ingenieur-technischem Sachverstand (MINT) bei der Suche nach Antworten auf übergreifende Zukunftsfragen.
    1. Interdisziplinäre Gesprächsreihe "MINT - Zukunft schaffen"
    2. Reihe Leipziger Gespräche zum digitalen Wandel (abgeschlossen)
    3. Veranstaltungsreihe "MINT - Zukunft schaffen. Leipziger Diskurs zu nachhaltigen Energiekonzepten" im Wintersemester 2012/13 an der VHS Leipzig

Ergebnisprotokoll

Frau Tischer führte in die Thematik "Bildung von Jung und Alt" ein und gab einen Überblick zu den einzelnen Schwerpunkten, die wie nachfolgend vorgestellt und miteinander diskutiert wurden.

1 MINT und INSPIRATA

Information von Herrn Prof. Dr. Gräbe zu „MINT“ und von Frau Petzschler zur „INSPIRATA“:

  • MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
  • MINT ist eine bundesweite Initiative und insbesondere in Leipzig als MINT-Netzwerk mit sehr vielen Partnern aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie Vereinen und Privatpersonen aktiv.
  • Ziel des MINT-Netzwerks ist es, im naturwissenschaftlich technischen Bereich Nachwuchskräfte zu qualifizieren und insgesamt den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Damit liegt der Aufgabenschwerpunkt in der Bildung und Fortbildung von interessierten Menschen, um naturwissenschaftlich technische Berufsausrichtungen zu forcieren. So gibt es eine sehr große Zahl von Bildungsangeboten der MINT-Partner in Leipzig mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten für alle relevanten Zielgruppen.
  • Das MINT-Netzwerk Leipzig sucht den intensiveren Kontakt zur Stadtverwaltung und dem Stadtrat und ist an weiteren Partnern und Engagierten sehr interessiert.
  • Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Gräbe ist online hier abrufbar: http://hg-graebe.de/EigeneTexte/FBL-12-06.pdf
  • Weitere dezidierte Informationen sind über folgende Internetadresse auffindbar: http://www.mintzukunftschaffen.de/das-mint-meter-20.html
  • Die INSPIRATA - Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e. V. auf dem Alten Messegelände (Deutscher Platz 4) gehört zum MINT-Netzwerk Leipzig und zeigt anschaulich mit seinen Exponaten die Förderung der Bildung für Jedermann, hauptsächlich für Schulklassen.
  • Angeboten werden thematische Führungen, Workshops zu mathematisch-naturwissenschaftlichen (Unterrichts-)Themen, Vorträge, Weiterbildungen auch für Pädagogen und Experimente.
  • Die INSPIRATA erhielt schon viele Auszeichnungen, u. a. den Leipziger Agenda 21-Preis 2011 und die Auszeichnung als Bildungsidee 2011 im Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Bildung und Forschung Frau Prof. Dr. Schavan.
  • Weitere Informationen sind online abrufbar über: http://www.inspirata.de

In der Diskussion wurde u. a. besprochen:

  • Das große Ziel ist, dass in der Breite der Bevölkerung MINT mehr Akzeptanz findet, die Bürgerinnen und Bürger einen niedrigschwelligen Zugang erhalten.
  • Es geht darum, die Bekanntheit von MINT und INSPIRATA mit allen Angeboten zu erhöhen (z. B. auch durch Mund-zu-Mund-Propaganda).
  • Es gibt auch einen Querbezug zur Alphabetisierung und Grundbildung (siehe unter 2) und zu den Joblingen (siehe unter 3) mit dem miteinander verbindenden Bildungsauftrag.

2 Alphabetisierung und Grundbildung

Information von Frau Fiebiger:

  • In Deutschland gibt es (geschätzte) 7 500 000 und davon in Sachsen 200 000 Menschen, die Analphabeten sind.
  • Es gibt die UNO-Alphabetiserungsdekade 2003 – 2012 mit dem hochgesteckten Ziel die Zahl der Analphabeten um 50% zu redeuzieren.
  • Analphabeten haben große Nachteile einen Beruf zu ergreifen, sind vielfach arbeitslos, fühlen sich oft ausgegrenzt und sind teils in den demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft weniger verortet, da sie sich kaum bilden können.
  • Die VHS bietet Kurse an, das Alphabet, Lesen und Schreiben zu erlernen. Allerdings gestaltet es sich schwierig an Analphabeten heran zu kommen, da diese die Bekanntgaben und Informationen zu den Kursen nicht lesen können.
  • Frau Fiebiger, die diese Kurse umsetzt, ist in der VHS montags von 9 bis 12 Uhr und dienstags von 14 bis 18 Uhr im Zimmer 116 erreichbar. Ihre Telefonnummer: 0341 / 123 6030.

In der Diskussion wurde u. a. besprochen:

  • Die Vermittlung der Analphabeten selbst, ist eine große Herausforderung. Es benötigt viele Multiplikatoren (Bürgerinnen und Bürger, Vereine, etc.), die Analphabeten kennen und auf die Kurse der VHS aufmerksam machen oder die diese an Frau Fiebiger (Tel. siehe oben) vermitteln. Daher die Bitte, das Thema weiterzutragen, damit die Betroffnen die Kursangebote nutzen können.
  • Im ehrenamtlichen Engagement die Menschen zu schulen ist sehr aufwendig und es erfordert sehr viel Geduld. Daher gibt es die Kurse in der VHS, welche dieses leisten.
  • Auch ist es von großer Bedeutung die Thematik weiter zu fördern, damit das Projekt der VHS, Kurse für Analphabeten anzubieten, weiterlaufen kann, ggf. noch eine weitere Stärkung erfährt.

3 Joblinge

Information von Herrn Häusler:

  • Die Initiative „Joblinge“ unterstützt junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren im Berufseinstieg. Damit wird ein nachhaltiger Beitrag gegen Jugendarbeitslosigkeit geleistet. Bei den Joblingen liegt zwar ein Schulabschluss vor, dennoch gelingt der Einstieg in einen Ausbildungsplatz kaum, weil Vermittlungshemmnisse wie z. B. ein Hartz-IV-Bezug und/oder ein Migrationshintergrund vorliegen.
  • Die Joblinge gAG Leipzig ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die in der lokalen Wirtschaft und Politik verankert ist.
  • Die Joblinge werden durchschnittlich sechs Monate betreut und erarbeiten sich ihren Ausbildungsplatz. Die sehr hohe Vermittlungsquote liegt bei 60% – 70%. Vom ersten Tag an erfolgt der direkte Praxisbezug. Für die Joblinge gibt es eine intensive Mentorenbetreuung.
  • Ansprechpartner ist: Herr Häusler, Tel.; 0341-4453199. Nähere Informationen finden sich in der Power-Point-Präsentation, die Herr Häusler uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

In der Diskussion wurde u. a. besprochen:

  • Wichtig ist, die Initiative Joblinge unter den Jugendlichen bekann zu machen.
  • Auch gibt es die Möglichkeit sich zu engagieren und Mentorin/Mentor zu werden. Voraussetzungen sind: eigene Berufstätigkeit, Zeitvolumen ca. drei Stunden in der Woche. Für Mentorinnen/Mentoren gibt es ein Eröffnungsseminar. In einem Matching finden Mentorin/Mentor und Jobling zusammen.

4 Leipziger Bildungsberatung aus dem Programm: Lernen vor Ort

Information von Frau Richter:

  • Die Leipziger Bildungsberatung ist ein vernetztes Beratungsangebot. Zugrunde liegt ein Netz von Bildungs- und Karriereberaterinnen und -beratern, die alle relevanten Ausbildungs- und Berufssparten umfassen.
  • Es geht in erster Linie um eine Orientierungsberatung für Erwachsene, welche die Schule schon verlassen haben. Diesen werden persönliche Lernmöglichkeiten eröffnet und berufliche Chancen aufgezeigt.
  • Die Leipziger Bildungsberatung ist damit eine erste Anlaufstelle mit Lotsenfunktion, die sowohl ein ständiges Büro in der VHS hat und dazu immer dienstags in der Leipziger Stadtbibliothek Beratungen durchführt.
  • Im Jahre 2011 wurden insgesamt 479 Rat suchende betreut. 2012 sind es bisher schon 253 Rat suchende Personen.

Ansprechpartnerin ist Frau Richter, Tel.; 0341 123 4771. Nähere Informationen finden sich in der Power-Point-Präsentation, die Frau Richter uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. In der Diskussion wurde u. a. vertieft:

  • Ziel ist es, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit weitere Zielgruppen anzusprechen und Kooperationen mit Partnern der Bildungsberatung auszubauen.
  • Wichtig ist ebenfalls Multiplikatoren zu gewinnen, um das Bildungsangebot besser bekannt zu machen.

5 Nächstes Treffen

Das nächste Treffen findet zusammen mit Herrn Oberbürgermeister Jung am 1. Oktober 2012, 16:30 Uhr, wieder in der VHS statt.

Ralph Keppler
Referat Kommunikation