FBL.2010-11-16

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Forum Bürgerstadt Leipzig

Das nächste Treffen findet am Dienstag, dem 16. November 2010, 19.00 Uhr im Stadtbüro in der Katharinenstraße 2 / am Markt statt.

Unser zentrales Thema im Forum Bürgerstadt Leipzig ist das Naturkundemuseum.

Wir wollen gemeinsam als Bürgerinnen und Bürger, als Stadträtinnen und Stadträte und als Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter dieses höchst aktuelle Thema aufgreifen, unsere Positionen herausarbeiten, damit diese in die zukünftige Lösungsfindung zum Naturkundemuseum einfließen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Ralph Keppler
Stadtbüro

Ergebnisprotokoll

Beate Tischer, Moderation

Eingangsinformation zum Naturkundemuseum

Zu Beginn führte Frau Tischer in die Thematik des Naturkundemuseums ein. Die hohe Brisanz des Themas ergibt sich aus der aktuell nicht gesicherten Zukunft des Naturkundemuseums. Somit war es Ziel, Wissen auszutauschen und zukunftsträchtige Perspektiven gemeinsam zu erörtern. Fokussiert werden sollte nicht nur die durch Pressemeldungen bekannte Standort- als auch Finanzierungsfrage, sondern eine darüber hinausgehende allgemeine Betrachtung zum Image das Naturkundemuseum und wie ein zukünftiges Konzept des Naturkundemuseums gestaltet sein könnte.

1 Gruppenarbeit und Clustering

In der anschließenden Gruppenarbeit waren die Leitfragen des Abends:

„Was erwarten Sie vom Naturkundemuseum? Was soll es leisten? Welche Ausstrahlung könnte es haben?“

Die wichtigsten Thesen und Argumente aus den Gesprächen in Kleingruppen wurden auf Karten festgehalten. Die Karten wurden nach Hauptthemen geclustert und durch Zählpunkte gewichtet (Angabe in Klammern).

Folgende Hauptthemen wurden hierdurch herausgefiltert:

  • Verantwortung der Stadt (24)
  • Sammlung (12)
  • Konzept des Naturkundemuseums (11)
  • Beratungsgruppe für Konzept/Finanzen/Kultursponsoring (11)
  • Wert der Natur (11)
  • Bildung (10)
  • Kooperationen (8)
  • Öffentlichkeitsarbeit (7)
  • Attraktivität (6)
  • Schließung/Kontinuität (5)
  • Verantwortung für die Zukunft (4)
  • Standortfrage (4)

2 Diskussion der Ergebnisse

Als dringlichstes Anliegen soll die Stadt als Trägerin des Museums ein verbindliches Konzept erstellen. Ein solches Konzept umfasst eine transparente und nachvollziehbare Übergangsregelung bezüglich Standort und Finanzierung bis mindestens 2013 sowie eine Regelung zu Inhalt und Ausbau der Sammlung.

Im Blickfeld stand die Bedeutung des Museums für die Sicherstellung des Bildungsauftrages sowie der Erhalt der wissenschaftlichen Sammlung. Besonders das Bildungsangebot für Kinder und Schulen müsse gesichert werden, um weiterhin einen Beitrag zur Wertschätzung der Natur durch Sensibilisierung des menschlichen Umgangs zu leisten.

Um den Erwartungen an Unterhaltung und Bildung gerecht zu werden, müsse neben Sammlung und Forschung wissenschaftlicher Inhalte für Natur- und Umweltwissenschaftler ein modernes museumspädagogisches Konzept den Fokus auf erlebnisreiches, technikgestütztes Lernen legen.

Um neben der Vielfalt an Bildungs- und Kultureinrichtungen regional und überregional an Anziehungskraft zu gewinnen, ist die Steigerung der Attraktivität notwendig. Zukünftig könnte das Museumsangebot um attraktive Sonderausstellungen und eine verstärkte kooperative Zusammenarbeit erweitert werden. So könnte das Angebot, das Naturkundemuseum für Zusammenkünfte von Fachgruppen und Vereine zu nutzen, ausgebaut werden, sodass sich das Museum zum Begegnungsort und Anlaufstelle für Natur- und Umweltinitiativen entwickelt. Des weiteren bietet sich die Mitarbeit und Zusammenarbeit mit dem nahgelegenen Umweltforschungszentrum, dem Zoo sowie mit der Universität Leipzig und HTWK an.

Entwicklungsbedarf besteht in der Ausgestaltung der z.T. fehlenden Öffentlichkeitsarbeit.

Die Forderung nach einem von der Stadt unabhängigen Beratungsangebot, das sowohl mit der Stadtverwaltung als auch der Bürgerschaft verbunden ist, bezieht sich vornehmlich auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Dementsprechend sollte ein wirtschaftliches Konzept in Kooperation mit einem freien Träger oder die Umgliederung des Museums als ein kommunales Unternehmen, erwogen werden.

3 Gründung Arbeitskreis Naturkundemuseum

Um die an diesem Abend erreichten Ergebnisse und Überlegungen fortzusetzen, gründete sich ein Arbeitskreis zum Naturkundemuseum. Anliegen des Arbeitskreises ist, die Stadtverwaltung zur Verantwortungsübernahme zu bewegen und einen unabhängigen Denkraum zur konzeptionellen Weiterentwicklung zu eröffnen und anzubieten. Weitere Interessierte sind herzlich eingeladen:

Ansprechpartner ist Herr Reinhardt, E-Mail: michael.reinhardt@bv-schoenefeld.de.

4 Nächstes Treffen

Das nächste Treffen findet am 17. Januar 2011, 16:30 Uhr, wieder in der VHS statt. Der Raum wird noch bekannt gegeben. Alle sind herzlich eingeladen!